Stadtwerke Potsdam GmbH - Energiewende konkret

Energiewende konkret

Energiestrategie 2020

Wir kümmern uns nicht nur um das Hier und Heute. Mit unserer "Energiestrategie 2020" bringen wir die nachhaltige Energieversorgung unserer Stadt auf den Weg. Damit Sie auch morgen noch mit gutem Gewissen das Licht anschalten können.

Dabei hatten wir viele Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Einerseits haben die steigenden prognostizierten Einwohnerzahlen für Potsdam einen steigenden Energie- und Wärmeverbrauch zur Folge. Andererseits wirken ein zunehmender Wettbewerb und steigende Primärenergiepreise dem entgegen. Auch technische Rahmenbedingungen, die mit einem weiteren Ausbau dezentraler regenerativer Stromerzeugung einher gehen sind zu beachten, wie Schwankungen der Stromeinspeisung und zunehmende Anforderungen an die Netzstabilität.

Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit, Umwelt- und Klimaschutz, Ressourcenschonung und Energieeffizienz sind Faktoren, an denen wir uns ausrichten müssen.

Wir wollen in den nächsten Jahren rund 40 Millionen Euro für die Energiewende investieren. Gleichzeitig haben wir unsere Kunden eingeladen, sich über den EWP Kundenfonds an diesen Vorhaben zu beteiligen.

1. EWP Kundenfonds

Vom 01. Oktober 2012 – 30. Juni 2013 war es EWP Kunden erstmalig möglich, sich direkt an Projekten der nachhaltigen Energieversorgung vor Ort zu beteiligen. Über den „EWP Kundenfonds Potsdam“ konnten sie im Rahmen von Inhaberschuldverschreibungen in den Ausbau ökologischer Projekte in Potsdam investieren und dabei bis zu 3,25 Prozent Zinsen verdienen.

341 EWP Kunden haben diese Gelegenheit wahrgenommen und 2,2 Millionen Euro gezeichnet. Das entspricht einem durchschnittlichen Anlagevolumen von 6.460 Euro pro Kunde.

Erste "grüne Projekte" umgesetzt

Im Mai 2012 haben wir unser Konzept für die Zukunft der Energieversorgung in Potsdam bis 2020 vorgestellt. Es enthält Maßnahmen zum Klimaschutz, insbesondere zur Senkung der Kohlendioxid-Emissionen. Es zielt auf die Umsetzung von Teilprojekten des integrierten Klimaschutzkonzeptes der Landeshauptstadt Potsdam.

Ein zentraler Baustein ist die verstärkte Energie-Eigenerzeugung. Einige dieser "grünen Projekte" haben wir 2012 / 2013 bereits auf den Weg gebracht:

In unserer Kläranlage Potsdam-Nord wurde am 18. Dezember 2012 ein Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen, in dem über Kraft-Wärme-Kopplung das verfügbare Klärgas in Wärme und Strom umgewandelt wird. Bei hohem Wärmebedarf im Winter wird dem Blockheizkraftwerk der bestehende Heizkessel als Spitzenlastkessel zugeschaltet. So vermeiden wir eine ungenutzte Wärmeabgabe von jährlich 1.000.000 Kilowattstunden. Das entspricht etwa dem Jahreswärmedarf von 70 Einfamilienhäusern. Zusätzlich werden aus dem klimaneutralen Klärgas jährlich ca. 1.000.000 Kilowattstunden Strom erzeugt. Dieser wird direkt auf der Kläranlage verbraucht.

Durch die Reduzierung von Wärmeverlusten bei gleichzeitiger Stromerzeugung ist eine jährliche Kohlendioxid-Vermeidung von 432 Tonnen möglich.

Im Jahr 2013 haben wir auf den Dächern von Potsdamer Schulen Photovoltaikanlagen installiert. Die Anlagen sind jeweils Eigentum der EWP, die dafür die Dachflächen vom Kommunalen Immobilien Service gepachtet hat. Der grüne Strom wird jeweils in das Netz der Tochtergesellschaft Netzgesellschaft Potsdam eingespeist.

Schule Spitzenleistung
Oberstufenzentrum II in Waldstadt ca. 69 KW
Zeppelin-Grundschule Haeckelstraße ca. 30 KW
Schule 33, Babelsberg, Domstraße ca. 23 KW

Auf dem Dach der Hauptfeuerwehr- und Rettungswache in der Holzmarktstraße wurde im März 2013 eine Photovoltaik-Anlage feierlich in Betrieb genommen. Die auf einer 1.615 m2 großen Dachfläche installierte Anlage hat bei bestem Sonnenschein eine Spitzenleistung von 53 Kilowatt. Um die Kraft der Sonne bestmöglich auszunutzen, wurden die Solarmodule auf dem Flachdach angekippt montiert.

Das neue Blockheizkraftwerk in der Drevesstraße erzeugt dezentral Fernwärme und Strom nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Es wird im Oktober 2013 seiner Bestimmung übergeben. Als so genannte "Nahwärme-Insel" versorgt es 200 Haushalte des Einzugsgebietes Drevesstraße, Kunersdorfer Straße und Am Brunnen mit Strom (140 KW elektrische Leistung) und Wärme (209 KW thermische Leistung). Der Brennstoff-Ausnutzungsgrad liegt bei 90,4 Prozent.

Als ein weiterer Beitrag zum Klimaschutz wird in dieser Anlage Erdgas mit einem Biogasanteil verbrannt. Sie spart 600 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.

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