Stadtwerke Potsdam GmbH - Historie

Chronik des Nahverkehrs in Potsdam

Bahnen und Busse in Potsdam - Eine Chronik
12.10.1878 Antrag der Firma Gühlich & Co., Berlin, zum Bau einer "Straßenbahn mit Pferdebetrieb" in Potsdam.
23.03.1880 Erteilung der Konzession für den Betrieb einer Pferdebahn an die Firma Rexmer & Mesch, Berlin.
12/15.05.1880 Eröffnung der ersten Strecken Alter Markt - Glienicker Brücke (rote Linie) und Stadtschloss - Brandenburger Tor (grüne Linie).
26.05.1880 Das Unternehmen erhält die Bezeichnung: Potsdamer Straßenbahn-Gesellschaft.
Juni 1880 Eröffnung der Strecke Alter Markt – Alleestraße (weiße Linie), Verlängerung der grünen Linie bis Victoriastraße (heute Geschw.-Scholl-Str.) sowie Inbetriebnahme der Zweigverbindung Berliner Tor – Wilhelmsplatz (Platz der Einheit).
19.07.1888 Die erste Pferdebahn rollt über die neuerbaute Lange Brücke zum Bahnhof Potsdam.
Oktober 1897 Der Aufsichtsrat der Potsdamer Straßenbahngesellschaft spricht sich für die Elektrifizierung des bestehenden Pferdebahnnetzes aus.
01.01.1904 Übernahme des Straßenbahnbetriebes durch die Stadt Potsdam zum Kaufpreis von 450.000,- Mark.
13.12.1906 Aufnahme des Autobus-Linienverkehrs zwischen Nowawes und der Artilleriekaserne in Nedlitz durch die »Potsdamer Allgemeine Omnibus-Gesellschaft« (wurde nach 9 Monaten wieder eingestellt).
08.05.1907 Genehmigungsurkunde über die Elektrifizierung der Straßenbahn.
02.09.1907 Eröffnung des elektrischen Betriebes auf den Strecken Hauptbahnhof – Bahnhof Charlottenhof und Hauptbahnhof – Alleestraße.
12.10.1907 Eröffnung des elektrischen Betriebs auf der Strecke Hauptbahnhof – Glienicker Brücke.
17.10.1908 Inbetriebnahme der Linie 4 von der Haltestelle Leipziger Dreieck zum Bahnhof Babelsberg.
01.08.1910 Inbetriebnahme der Schleife Victoriastraße – Kastanienallee – Luisenstraße (Zeppelinstraße) – Bahnhof Charlottenhof.
06.07.1913 Weitere Verlängerung der Linie nach Potsdam-West bis zum Luftschiffhafen.
16.11.1913 Verlängerung der Strecke nach Babelsberg bis Plantagenstraße.
15.09.1927 Eröffnung des Stadtbusverkehrs in Nowawes mit zwei Linien.
Dezember 1929 Umfahrung des Wilhelmplatzes im Zuge der Platzumgestaltung.
1926 - 1934 Beschaffung der zweiten Generation von Triebwagen und Anhängern.
05.06.1930 Inbetriebnahme der Linie 5 zum Schützenhaus als Teilstrecke der geplanten, aber nie realisierten Strecke nach Caputh.
September 1931 Umbau der Langen Brücke: Die Gleise kommen in die Straßenmitte.
02.03.1935 Weitere Verlängerung der Strecke nach Babelsberg bis Fontanestraße.
22.09.1934 Inbetriebnahme der Strecke zum Bahnhof Rehbrücke.
1934 - 1935 Bau der Wagenhalle Saarmunder Straße (Heinrich-Mann-Allee).
1938 - 1945 Betriebseinschränkungen infolge Personalmangels während des Krieges; zuletzt kommt der Verkehr wegen Energiemangels fast völlig zum Erliegen.
14.04.1945 Bombenangriff auf Potsdam; 90% der gesamten Verkehrsanlagen wurden zerstört, darunter Verwaltungsgebäude mit Umformerstation, Wagenhalle und Werkstätten.
28.08.1945 Wiederinbetriebnahme der ersten Straßenbahn-Teilstrecke Luisenplatz - Kastanienallee.
Juli 1946 Das gesamte Netz, außer Linie 5, die nicht mehr in Betrieb genommen wird, ist wiederhergestellt; zwischen Goethestraße und Steinstraße in Babelsberg fährt die erste Nachkriegs-Buslinie.
01.10.1949 Zwischen Goethestraße und Drewitz-Ort nimmt der O-Bus seinen Betrieb auf.
1951 Die ersten Neubau-Straßenbahnen nach dem Krieg (LOWA) rollen in Potsdam.
1954 Verlängerung der Trasse von Alleestraße bis zur Puschkinallee.
Oktober 1956 Streckenstilllegung der Trasse zwischen Holzmarktstraße und Glienicker Brücke.
23.07.1957 Weitere O-Buslinie zwischen Bahnhof Drewitz und Steinstraße.
11. Januar 1958 Eröffnung der Streckenverlängerung Luftschiffhafen - Potsdam-Hauptbahnhof (heute Bhf. Pirschheide); die ersten drei Ikarus-66-Busse werden in Betrieb genommen.
1959 Mit den ersten Gotha-Bahnen kommt eine verbesserte Straßenbahngeneration nach Potsdam.
1961 Die ersten Gotha-Gelenk-Wagen machen in Potsdam Furore.
Dezember 1961 Neue Streckenführung im Potsdamer Zentrum im Zuge der Sprengung und des Abtragens der Stadtschloss-Ruine sowie des Neubaus der Langen Brücke, neue zentrale Haltestelle Ernst-Thälmann-Stadion.
Februar 1962 Nach dem Bau der Berliner Mauer und der Unterbrechung der S-Bahn-Verbindung nach Berlin wird der Potsdamer Stadtbahnhof vom Liniennetz abgekoppelt.
1963 Weitere Verlängerung der Nord-Trasse von der Haltestelle Puschkinallee zum Kapellenberg.
1969 Inbetriebnahme einer Betriebsleitstelle am Platz der Einheit.
11.08.1971 Einstellung der O-Busstrecke zwischen Bahnhof Drewitz und Drewitz-Ort.
Ende 1974 Die beiden Prototypen des Tatra-Kurzgelenktriebwagens KT4D aus tschechischer Produktion beginnen Erprobungsfahrten, erst 1977 folgen weitere Wagen.
Anfang der 80er Jahre Ikarus-Gelenkbusse lösen nach und nach die Altfahrzeuge ab.
07.10.1982 Eröffnung der sechs Kilometer langen Neubaustrecke vom Abzweig Waldstraße zum Wohngebiet Stern.
30.04.1985 Eröffnung der Verbindung Holzmarktstraße – Babelsberg über den neu errichteten zweiten Havelübergang, die Humboldtbrücke.
1989 / 1990 Nach der Übernahme von 80 Berliner KT4D der Baujahre 1985 / 87 fahren in Potsdam nur noch Bahnen dieses Typs.
Dezember 1990 Betrieb erhält heutigen Namen Verkehrsbetrieb in Potsdam (ViP).
1991 Der Mehrheitsbeschluss »Grundsätze der neuen Verkehrspolitik« der Stadtverordneten soll der Straßenbahn wie dem gesamten ÖPNV unter den veränderten Bedingungen nach 1990 die weitere Existenz und den Ausbau in Potsdam sichern.
Mai 1991 Einführung zweistelliger Liniennummern für die Tram- und dreistelliger für die Bus-Linie.
September 1991 Verknüpfung des Berliner Busnetzes mit der Tram an der Glienicker Brücke. Beginn der umfassenden Rekonstruktion der Gleis- und Fahrleitungsanlagen im Zeitraum bis 2000.
1992 - 1995 Umfassende Modernisierung von 85 KT4D in Bautzen und Hennigsdorf.
01.01.1992 Mit rund 50 Omnibussen übernimmt ViP den Stadtlinienverkehr, der Busverkehr in die Region wird von der Havelbus Verkehrsgesellschaft betrieben; erste Niederflur-Busse werden in Betrieb genommen.
01.04.1992 Wiederaufnahme des S-Bahn-Verkehrs nach Berlin am Stadtbahnhof, dazu Einrichtung einer Tram-Haltestelle auf der Langen Brücke.
Mai 1992 Einstellung der Straßenbahn-Verbindung durch die Friedrich-Engels-Straße.
04.01.1993 Einsatz von Duobussen zwischen Goethe- und Steinstraße als erster Schritt der schrittweisen Einstellung des O-Busverkehrs in Babelsberg.
07.02.1993 Stern: Eröffnung der Straßenbahn-Verlängerung ins neue Wohngebiet Drewitz bis Haltestelle Robert-Baberske-Straße.
07.06.1994 Eintrag ins Handelsregister.
ViP wird GmbH der Stadt.
22.01.1995 Abschiedsfahrt des letzten O-Bus, nachdem die Dekra die sofortige Stilllegung der verbliebenen elektrisch betriebenen Busse angeordnet hatte.
23.03.1997 Einstellung der Wendeschleife am Stadtbahnhof, der bis zum Jahr 2000 als moderner Hauptbahnhof mit den Bahnhofs-Passagen und einer völlig veränderten Nahverkehrsanknüpfung im Südbereich gänzlich neu wiederaufgebaut wird.
27.08.1997 Das Rechnergestützte Betriebsleitsystem (RBL) geht in Betrieb.
23.05.1998 Eröffnung der Streckenverlängerung ins Kirchsteigfeld (Marie-Juchacz-Straße), das erste Nach-Wende-Neubaugebiet Potsdams, nach längerer Unterbrechung rollt die Tram auch nachts wieder auf einer Linie durch Potsdam.
22.10.1998 Feierlicher Rollout und Taufe der ersten Niederflurstraßenbahn der Combino auf den Namen »Potsdam«. Bis 2009 werden jährlich vier weitere Bahnen geliefert.
02.09.1999 Grundsteinlegung für den künftigen ViP-Betriebshof an der Wetzlarer Straße in Babelsberg, der alle Betriebsteile vereinigen wird.
04.12.1999 Eröffnung der Streckenverlängerung nach Bornstedt/Kirschallee in den Potsdamer Nordwesten, zugleich werden die Planungen für den von dieser neuen Strecke abzweigenden Nordast vorangetrieben, der bis zur Buga 2001 ebenfalls in Betrieb gehen soll.
11.04.2000 Unmittelbar am Südausgang des neuen Potsdamer Hauptbahnhofes wird die Tram-Haltestelle S Hauptbahnhof DB in Betrieb genommen. Die Umsteigewege verkürzen sich damit erheblich. Rund 1000 Meter Schienen wurden dafür verlegt.
28.05.2000 Mit der Inbetriebnahme des neuen Zentralen Omnibusbahnhofs auf dem südlichen Vorplatz wird der Potsdamer Hauptbahnhof komplettiert.
16.09.2000 Ein Potsdamer “Combino” wird in Amsterdam durch die Oberbürgermeister beider Städte auf den Namen “Amsterdam” getauft. Mehrere Tage lang präsentiert er dort die BUGA-Stadt.
08.12.2000 Gründung der STADTWERKE POTSDAM GMBH. Mit der Energieversorgung, dem Wasserbetrieb und der Stadtentsorgung gehört der Verkehrsbetrieb zu den vier Säulen des neuen Stadt-Dienstleisters.
07.04.2001 Feierliche Inbetriebnahme der Tram-Strecke entlang des BUGA-Parks in den Norden des Bornstedter Feldes. Auf dieser Strecke gelangt ein großer Teil der Besucher zur Gartenschau.
02.09.2001 Anlässlich des 1. Stadtwerke-Festes auf dem neuen ViP-Betriebshof wird die neuerrichtete Basis für den Potsdamer ÖPNV feierlich ihrer Bestimmung übergeben.
Mai 2005 125 Jahre Straßenbahn in Potsdam.
02.09.2007 100 Jahre Elektrische Straßenbahn in Potsdam.
Mai 2008 Einsatz der ersten Volvobusse mit zwei Mobilitätsbereichen.
Juli 2009 Inbetriebnahme der neuen Strecke über die Humboldtbrücke.
September 2009 Neugestaltung des Tramverkehrs in der Potsdamer Mitte wegen Stadtschlossneubau.
01.04.2010 ViP übernimmt Busverkehr in den neuen Ortsteilen.
11.11.2010 Inbetriebnahme von sieben Volvo-Bussen vom Typ 7700
Juli 2011 Sanierung des Gleisabschnitts zwischen Mangerstraße und Glienicker Brücke
17.09.2011 Feierliches Rollout der ersten Variobahn 421
02.03.2013 Beginn der Sanierung der Friedrich-Ebert-Straße

Online-Service

Schriftgröße einstellen plus normal minus