Ermittlung und Handhabung

Lastprofile und Standardentnahmeprofile

Lastprofile nach dem erweiterten analytischen Verfahren

Standardeinspeiseprofile

Für Photovoltaik-Anlagen wird ein Referenzwertemessverfahren angewendet. Für alle sonstigen Einspeiseanlagen (in der Regel KWK-Anlagen ohne Leistungsmessung) kommt bei der Netzgesellschaft Potsdam GmbH ein Standardeinspeiseprofil zur Anwendung.

Einspeiseprofil Profilbezeichnung Lastprofil Netzgesellschaft Potsdam
SOT (für Photovoltaikanlagen) Referenzmessverfahren Lastprofil SOT NGP
SES (KWK ohne LM) Standardeinspeiseprofil für KWK-Anlagen ohne Leistungsmessung Lastprofil SES NGP

Standardentnahmeprofile nach dem erweiterten analytischem Verfahren

Ermittlung und Handhabung von Lastprofilen

Ab dem 01.01.2006 (?) wendet die NGP das „Erweiterte analytische Lastprofilverfahren“ unter Berücksichtigung der gesetzlichen Regelungen, Verordnungen, den Ausführungen des Beschlusses BK6-009-06 der BNetzA und den Empfehlungen der Verbände an.

Eine Beschreibung der Verfahren ist in der VDEW-Veröffentlichung M-23/2000, "Umsetzung der analytischen Lastprofilverfahren – Step by step" gegeben.

Um dem Verbrauchsverhalten der unterschiedlichen Kundengruppen Rechnung zu tragen, werden den Kundengruppen für Ihr Lastverhalten charakteristische Lastprofile zugeordnet. Die Zuordnung der Lastprofile erfolgt in aller Regel unter Zugrundelegung der „Zuordnung der VDEW-Lastprofile zum Kundengruppenschlüssel“ (M-24/2000) vom 14.08.2000.

Zur Anwendung der Standardlastprofile folgende Hinweise:

  • Als Anwendungsgrenze für das Lastprofilverfahren gilt grundsätzlich der Jahresverbrauch bis 100.000 kWh.
  • Bei Anlagen mit getrennter Messung für Allgemein- und Speicherheizungs-/ Wärmepumpenverbrauch muss jede Entnahmestelle getrennt gemeldet werden.
  • Bei Anlagen mit Speicherheizung, die über einen Zähler mit Doppeltarifumschaltung gemessen werden, wird die NT-Arbeit als Speicherheizungsverbrauch und die HT-Arbeit als Allgemeinverbrauch angesetzt.
  • Bei sonstigen Anlagen mit gemischtem Heizungs- oder Wärmepumpen- und Allgemeinverbrauch ist keine Aufteilung auf Allgemein- und Heizungsverbrauch möglich. Die Netznutzung ist nur zu den Konditionen entsprechend Anlagen mit reinem Allgemeinverbrauch möglich.
  • Bei Anmeldungen von Speicherheizungen ??? und bei Wärmepumpen ist das Lastprofil WP1 anzugeben.
  • Bei Wärmepumpen beträgt die Bezugstemperatur + 18°C ???.

Im Weiteren wird die NGP die Lieferanten gemäß § 4 Abs. 2 StromNZV in die Lage versetzen, das Prognoserisiko zu minimieren, in dem die NGP die zur Verminderung von Bilanzkreisabweichungen erforderlichen Daten, unverzüglich nach Ermittlung an die Lieferanten übermitteln.

Restlastgangkurve der NGP

folgt...

§ 12 StromNZV Lastprofile

Die normierten analytischen Lastprofile ergeben sich beim erweiterten analytischen Verfahren aus den Ganglinien einer Kundengruppe (unter Berücksichtigung der Zerlegungsfaktoren / zur Bestimmung der Zerlegungsfaktoren verweisen wir auf die synthetischen Standardlastprofile des Verbands der Elektrizitätswirtschaft e.V. [VDEW] ) und der dazugehörigen Summe der Jahresverbrauchsprognosewerte aller Kunden dieser Kundengruppe.

Die Jahresverbrauchsprognosewerte der Kunden werden im Rahmen der GPKE ausgetauscht. Dabei wird jeweils die Ganglinie einer Kundengruppe (¼-h-scharf) durch die Summe der Jahresverbrauchsprognosewerte aller Kunden dieser Kundengruppe geteilt. Als Ergebnis erhält man ein normiertes analytisches Lastprofil je Kundengruppe, welches nach MaBiS mit einem Faktor von 1.000.000 kWh zu multiplizieren ist. Die resultierenden analytischen Lastprofile werden im Rahmen der MaBiS zur Bilanzierung der ALP-Kunden verwendet. Dabei ist zu beachten, dass die resultierenden normierten Lastprofile auf Grund der unterjährigen Normierung geringfügig von 1.000.000 KWh/a abweichen können. Die Profile für Kundengruppen mit Tagesparameterabhängigkeit (TLS) werden nach MaBiS mit einem Faktor von 300 ??? multipliziert.

Normierte Lastprofile nach dem erweiterten analytischen Verfahren der NGP 2015

Kundengruppe Profilbezeichnung
H0 Haushalt, Privatverbrauch, ggf. geringfügig gewerblicher Bedarf
G0  
G2  
L0  
BN1  
WP1  

Standardentnahmeprofile

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