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Glienicker Horn

Juni

Stadtwerke-Kalender Juni 2018

Baufeld am Glienicker Horn am 2. August 1993. Ursprünglich stand die 1924 errichtete Villa Kampffmeyer im Hintergrund des Fotos allein in einem großen Park. Foto: Thoas Töpfer, 1993

Glienicker Horn

Am 09. Juni 1993 wurde nach heftigen Kontroversen der Grundstein für die erste Phase der Bebauung des Glienicker Horns gelegt. Die beiden entstandenen Wohnanlagen „Stadtpalais am Tiefen See“ und „Potsdamer Arkadien“ waren Gegenstand kontroverser Diskussionen: Die flache Landzunge des Glienicker Horns liegt an der Havel im Schnittpunkt von Blickbeziehungen, die historische Parkanlagen miteinander verbinden. Die „Potsdamer Arkadien“ (auch „Arcadia“ genannt – der Name erinnert an eine vielbesungene Traumlandschaft im alten Griechenland) sind von einem Eisenzaun umgeben und werden von Bewegungsmeldern und Kameras überwacht. Damit folgt die Siedlung einem Modell, das vor allem in Ländern mit großen sozialen Widersprüchen weit verbreitet ist. Einkommensstarke Bevölkerungsgruppen schützen sich in „Gated Communities“.

Auf dem Gelände steht auch die Villa Kampffmeyer. Der Industrielle Kurt Kampffmeyer (1896–1949), der bis 1945 der größte Mühlenbesitzer in Deutschland war, hatte die Villa im Jahre 1924 am Tiefen See errichten lassen.Gebaut wurde sie auf einem 3.600 Quadratmeter großen Grundstück im neobarocken Stil mit aufwändiger Holzvertäfelung im Innenbereich.

Zu DDR-Zeiten lag die Villa im Grenzgebiet, die Mauer verlief im Garten. Passkontrolleinheiten des Ministeriums für Staatssicherheit hatten sich in der Villa einquartiert. Direkt nach der Friedlichen Revolution 1989 nutzte der VEB Gebäudewirtschaft das Gebäude.