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Abriss von Weberhäusern

März

Stadtwerke-Kalender März 2018

Das Baufeld nach dem ungenehmigten Abriss eines Weberhauses an der Ecke Karl-Liebknecht-Straße/ Schornsteinfegergasse. In dem Gebäude befand sich bis zum Beginn der 1990er Jahre die Bäckerei Heider. Foto: Thoas Töpfer, 1993

Abriss von Weberhäusern

Nach der Wiedervereinigung ging die Einwohnerzahl in Babelsberg zunächst zurück. Die das Stadtbild prägenden Weberhäuser standen zwar unter Denkmalschutz, präsentierten sich aber vielfach in schlechtem Zustand. Das Haus in der Karl-Liebknecht-Str./Ecke Schornsteinfegergasse, die frühere Bäckerei Heider, wurde Anfang 1993 sogar ohne Genehmigung abgerissen.

Damit trat der Konflikt zwischen Denkmalschutz und Projektentwicklung offen zu Tage. Im Sommer 1993 erklärte die Stadtverordnetenversammlung die Gebiete Babelsberg Nord mit dem Weberviertel aus dem 18. Jahrhundert und Babelsberg-Süd mit dem Gründerzeit-Kiez zu Sanierungsgebieten, um die Bausubstanz zu erhalten. Das „stille Herz von Babelsberg“, der Weberplatz, bildete das erste große Sanierungsvorhaben, unmittelbar gefolgt von der Karl-Liebknecht-Straße.

Die sogenannten Weberhäuser, auch „Kolonistenhäuser“ genannt, waren reine Typenhäuser und prägten das Bild der damaligen Weberkolonie Nowawes. Von den einst 210 erbauten Häusern aus den ersten beiden Bauabschnitten sind nur noch 104 erhalten geblieben, zumeist stark verändert. Die meisten Weberhäuser wurden jedoch seit Mitte des 19. Jahrhunderts durch Neubauten ersetzt. Heute gehören die einstöckigen, kellerlosen Bauten zu den attraktivsten Wohngebäuden im Babelsberger Kiez.

Schornsteinfegergasse im Jahr 1991

Schornsteinfegergasse, 1991, © Thoas Töpfer
Schornsteinfegergasse, 1993, © Thoas Töpfer