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Hegelallee

Mai

Stadtwerke-Kalender Mai 2018

An der Ecke Schopenhauerstraße/ Hegelallee befand sich bis 2013 das „Haus der sowjetischen Offiziere“. Foto: Thoas Töpfer, 1993

Hegelallee

Der 1865 errichtete Saalbau in der Hegelallee, an der Ecke zur Schopenhauerstraße beherbergte von 1945 bis 1993 das „Haus der sowjetischen Offiziere“. Das ehemalige Kulturhaus stand ausschließlich den sowjetischen Offizieren zur Verfügung.

Nach 1989 durfte auch die Potsdamer Bevölkerung die Einrichtungen des Hauses nutzen. Hier gab es neben dem Kino eine Bibliothek, eine Diskothek und eine Gaststätte. Zum 50. Todestag von Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin, wurde 1974 im Vorgarten des Hauses das Lenin-Denkmal errichtet, eine Kopie des Lenin-Denkmals des Bildhauers Matwej G. Maniser in Uljanowsk. Aus Anlass der Enthüllung sprachen der sowjetische Generaloberst E. E. Malzew und der 1. Sekretär der Bezirksleitung Potsdam, Werner Wittig.

30 Jahre später wurde die Skulptur – bis auf den Sockel – durch die Eigentümerin abgebaut, gereinigt und eingelagert. 2019 soll die Skulptur nach Potsdam zurückkehren – im Rahmen einer Sonderausstellung des Potsdam Museums. Die Stadtkommandantur in der benachbarten Hegelallee 25 wurde im Januar 1993 geräumt. Am 1. September 1994 verließ Generaloberst Matwej Burlakow, der Oberkommandierende der Westgruppe der russischen Streitkräfte, als letzter ranghoher russischer Militär das wiedervereinigte Deutschland.

Anfang 2013 wurde das zunehmend verwahrloste „Haus der Offiziere“ abgerissen. Auf dem Gelände steht heute die Villa Hegel – ein Gebäudeensemble mit 48 hochwertig ausgestatteten Eigentumswohnungen.