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Gartenstadt Drewitz

September

Stadtwerke-Kalender September 2018

Am 7. Februar 1993 wurde die etwa 1.000 Meter lange Straßenbahn-Verlängerung ins Wohngebiet Drewitz bis Haltestelle Robert-Baberske-Straße eröffnet. Foto: Holger Schöne, 1993

Gartenstadt Drewitz

Das letzte DDR-Neubaugebiet in Potsdam blieb unvollendet. Für etwa 13.000 Menschen sollte ab 1988 der Stadtteil Drewitz als eine Großwohnsiedlung in der Wohnungsbauserie 70 entstehen. Bis zur Friedlichen Revolution im Herbst 1989 war jedoch nur etwa die Hälfte der geplanten Plattenbauwohnungen fertig.

Im Februar 1993 wurde die etwa 1.000 Meter lange Straßenbahn-Verlängerung ins Wohngebiet Drewitz bis zur Haltestelle Robert-Baberske-Straße eröffnet. Der damalige Direktor des Verkehrsbetriebes dankte bei der Eröffnung den beteiligten Betrieben, die unter anderem 5.000 Kubikmeter Erdreich bewegt, 2.315 Schwellen verlegt, 2.550 Meter Fahrdraht gespannt und 8.315 Meter Kabel verbaut hätten. Auch erinnerte er daran, dass schon vor der Friedlichen Revolution 1989 mit der Anlage des Unterführungsbauwerkes durch die Nutheschnellstraße bedeutende Arbeiten bewältigt worden sind, so dass die Straßenbahn hier kreuzungsfrei fahren kann. Die Verlängerung der Strecke ins Kirchsteigfeld (Marie-Juchacz-Straße) wurde fünf Jahre später, im Mai 1998, in Betrieb genommen.

Die Idee einer „Gartenstadt Drewitz“ entstand Anfang der 2000er Jahre zur Verbesserung der Lebensqualität im Stadtteil. Das Potsdamer Konzept wurde 2009 im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Energetische Sanierung von Großwohnsiedlungen auf der Grundlage von integrierten Stadtteilentwicklungskonzepten“ mit einer Silbermedaille gewürdigt. Die Jury empfahl die Umsetzung der umfassenden städtebaulichen, energetischen und verkehrstechnischen Modernisierungen unter Beteiligung der Anwohner und Anwohnerinnen. Statt der mehrspurigen Konrad-Wolf-Allee lädt heute ein neu angelegter Stadtteilpark mit diversen Spielgeräten und zahlreichen Bänken zum Verweilen ein.