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Unser Kundenbeirat unterstützt alle Fahrgäste in Potsdam

Inhalt dieser Seite

Der ViP-Kundenbeirat ist die Interessenvertretung aller Fahrgäste. Er hilft aktiv mit Verbesserungsvorschläge zum täglichen Betrieb mit Bus und Bahn zu erarbeiten.

Im Dialog mit dem ViP-Kundenbeirat

Die Interessenvertretung aller Fahrgäste

Wir fühlen uns geehrt, jedes Jahr rund 32 Millionen Fahrgäste befördern zu dürfen. Das ist für uns der beste Beweis, dass wir schon sehr viel richtig machen. Die Zufriedenheit unserer Gäste ist dabei unser höchstes Anliegen. Deshalb haben wir bereits 2001 den ViP Kundenbeirat gegründet. Er ist die Vertretung für alle unsere Fahrgäste.

Seine Aufgabe ist es, Service, Dienstleistungen und Produkte von uns kritisch zu beobachten. Wo hapert es vielleicht, und was können wir verbessern? Der Kundenbeirat liefert wertvolle Anregungen für Weiterentwicklungen und gestaltet neue Angebote mit. Er steht in direktem und offenen Dialog mit unseren Fachleuten und vertritt die Interessen unserer Fahrgästen.

Wir möchten alle Fahrgäste vertreten

Der am 23.11.2018 berufende ViP-Kundenbeirat setzt sich aus 22 Mitgliedern zusammen, mit einem Altersdurchschnitt von 42 Jahren und bildet einen Querschnitt der ViP Kunden. So ist beispielsweise das jüngste Mitglied der 9 Frauen und 13 Männer erst 16 Jahre alt, das älteste 71. Dabei sind auch unterschiedliche Berufsgruppen vertreten. Unter den Mitgliedern sind Schüler, Studenten, Angestellte, Selbstständige und Ruheständler. Dabei repräsentieren sie alle wesentlichen Zielgruppen (Berufspendler, Familien, Studenten, Senioren und Fahrgäste mit Handicap und werden für drei Jahre berufen.

Ziele und Aufgaben des Kundenbeirates:

  • Verbesserung unserer kundenrelevanten Angebote und Leistungen
  • Steigerung der Kundenorientierung und Kundenzufriedenheit
  • Interessenvertretung aller Fahrgäste
  • Entwicklung und Diskussion von Vorschlägen, die der Verbesserung von Service, Prozessen, Produkten und sonstigen kundenrelevanten Angeboten und Leistungen dienen.

Unser Kundenbeirat auf einen Blick:

Vors. des ViP-Kundenbeirates: Frau Kerstin Walter
Stellv. des Vors. des ViP-Kundenbeirates: Herr Karsten Müller
Tagungsrhythmus: 4x jährlich und zusätzlich in Arbeitsgruppentreffen
Nächster Sitzungstermin: 07.08.2019, ViP Betriebshof

Kontakt zum ViP-Kundenbeirat

Sollten Sie Hinweise und Anregungen haben, die von allgemeinem Interesse sind, so können Sie uns gerne kontaktieren.

Postanschrift:

ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH
Kundenbeirat
Fritz-Zubeil-Str. 96
14482 Potsdam

Oder per E-Mail:

Informationen aus dem ViP- Kundenbeirat

Sehr geehrte Fahrgäste,

der neue ViP-Kundenbeirat hat sich zur Aufgabe gemacht, an dieser Stelle alle Fahrgäste über die Tätigkeit des Kundenbeirates zu informieren. Sie erhalten so einen Einblick in unsere Arbeit und können nachvollziehen, mit welchen Themen wir uns während der kommenden Jahre befassen.

Die hier genannten Themen sind nur eine Auswahl von Schwerpunktthemen, die der Beirat in seinen gemeinsamen Beratungen mit dem Unternehmensmanagement diskutiert. Es kommt ganz sicher immer wieder Neues hinzu, über das wir uns mit dem Unternehmen austauschen und im besten Fall einer Lösung zuführen.

Haben Sie Hinweise oder Anregungen zu speziellen Themen, so können Sie uns unter kundenbeirat@vip-potsdam.de erreichen.

Verkehr Haltestelle Bahnhof Rehbrück Tatra_ Vario , © ViP

Aktuelles aus der Sitzung des ViP Kundenbeirates vom 23.01.2019

Der im Herbst 2018 neu gewählte Kundenbeirat des Verkehrsbetriebes traf sich nach einer Sitzung im November zum zweiten Mal. In dieser Sitzung wurden - nach den Vorstellungsrunden im November und zu Beginn der Sitzung - einige Formalien erledigt. Der Verkehrsbetrieb ermöglicht durch eine Satzungsänderung jetzt auch schon 16-Jährigen die Mitarbeit im Kundenbeirat. Ein neues junges Mitglied kann nun auch als Fürsprecher der Schüler und Studenten mit uns arbeiten. Außerdem wählte der Kundenbeirat aus seiner Mitte Kerstin Walter zur Vorsitzenden und Karsten Müller zum stellvertretenden Vorsitzenden. Sie wirken als Bindeglied zwischen dem Beirat und dem Verkehrsbetrieb.

Weitere Themenschwerpunkte unserer Sitzung waren:

  • Bildung von Arbeitsgruppen zu speziellen Themen, so eine AG Fahrpläne/Liniennetz, eine AG Kommunikation (diese beiden Gruppen bestehen schon seit dem letzten Kundenbeirat) und aktuell eine AG zur Trambeschaffung, um aus Kundensicht bei der Ausschreibung zum Kauf neuer Straßenbahnen mitzuwirken.
  • Des Weiteren informierte uns das Unternehmen über die im Jahr 2018 durchgeführte Befragung zur Kundenzufriedenheit.
  • Außerdem sprachen wir über Elektromobilität und Veranstaltungen, die der Verkehrsbetrieb im Jahr 2019 für seine Fahrgäste plant.
ViP Kundenbeiratsmitglieder  zu Gast im Bundestag, © Bundestag
ViP Kundenbeirat zu Gast im Bundestag, © Bundestag

Besuch des Bundestages am 03.04.2019

Am 3. April hatte der Kundenbeirat des Verkehrsbetriebes Potsdam die Gelegenheit, mit zwei Bundestagsabgeordneten der SPD-Fraktion im „Hohen Haus“ Fragen zum Öffentlichen Personennahverkehr zu erörtern. Wir waren zu Besuch bei Frau Dr. Manja Schüle, der Potsdamer Abgeordneten und Kirsten Lühmann, seit vielen Jahren im Verkehrsausschuss des Bundestages Mitglied und ausgewiesene Verkehrsexpertin. Auch der Kaufmännische Geschäftsführer der ViP, Herr Martin Grießner, und drei weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verkehrsbetriebes, nahmen die Möglichkeit wahr, sich zu verkehrlichen Themen auszutauschen.

In Vorbereitung des Gesprächs haben wir Fragen formuliert, auf die wir Antworten erwarteten. Diese Hoffnungen wurden durch die beiden Politikerinnen erfüllt.

  1. Welche innovativen Antriebssysteme präferiert die Bundesregierung für den ÖPNV in Zukunft: Straßenbahnen? O-Busse? Hybrid- oder Brennstoffantriebe? Stellt die Bundesregierung explizit Mittel zur Verfügung und wie können diese abgerufen werden?
  2. Wie steht die Bundesregierung zum kostenlosen ÖPNV, zu dessen Auswirkungen auf die Infrastruktur sowie den Finanzierungsnotwendigkeiten auf Grund solcher Ansätze? Gibt es bereits Erkenntnisse aus den im Jahr 2018 beschlossenen Modellprojekten?
  3. Wir wünschen uns, dass die Ministerien für Umwelt und Gesundheit mehr für rauchfreie Haltestellen tun: Gibt es Bestrebungen, Werbung für Zigaretten absolut zu verbieten, um somit auch Haltestellenbereiche der Verkehrsbetriebe gestalten zu können? Wir denken zum Beispiel an eine Glasgravur: Bitte hier nicht rauchen o.ä.
  4. Mit Bezug auf Potsdam: Potsdam wächst und somit steigen die Anforderungen an den ÖPNV; zum Beispiel für den neu entstehenden Stadtteil Krampnitz – wie und mit welchen Mitteln und Maßnahmen unterstützt der Bund die Entwicklung des ÖPNV?

Die Zeit von einer Stunde, die jede Besuchergruppe eingeräumt bekommt, hat natürlich bei weitem nicht gereicht. Unser Gespräch war konzentriert, wir konnten neben den von uns benannten Themen auch vieles über die gesamte Arbeit im Bundestag erfahren.

Auf unsere Fragen sind die Damen eingegangen, nachdem sie uns zum Beispiel erläutert haben, dass nicht der Bundestag, sondern die Bundesregierung Gesetze erlässt. Deren Entwürfe verändern sich allerdings beim Gang durch die Ausschüsse und das Plenum oft erheblich.

Die Entscheidungen (zu Frage 1) für oder gegen bestimmte Verkehrsmittel sind von Ort zu Ort unterschiedlich. Auf Grund des beschränkten Straßenraums und den damit in Verbindung stehenden knappen Platz für Fahrradsysteme, soll in den Großstädten vorzugsweise auf U-Bahnen gesetzt. Für Potsdam, wo es keine U-Bahn gibt bzw. geben wird, gibt es jedoch die Möglichkeit das vorhandene Straßenbahnsystem mit Hilfe von Förderprogramm zu erweitern. Ein Ziel der SPD-Bundestagsfraktion ist es, den Nahverkehr bis Ende 2024 zu 70% zu elektrifizieren.

Auch für die Streckenerweiterung in den Potsdamer Norden gibt es die Möglichkeit Förderungen (greifen nur für die Infrastruktur, Fahrzeuge haben einen eigenen Förderfonds) in Anspruch zu nehmen. Das dazu zur Verfügung stehende Förderbudget ist aber schon jetzt hoffnungslos überzeichnet. In jedem Fall gilt: Man muss fix sein mit den Anträgen! Potsdam bewirbt sich zudem um Gelder im Rahmen des Städtebauförderprogrammes, über die dann eine Jury entscheidet. Das betrifft für die LHP vor allem Zuschüsse für die Erschließung von Krampnitz und allem, was dafür neu an Infrastruktur im ÖPNV geschaffen werden muss.

Einigkeit herrschte beim Thema kostenloser ÖPNV: das macht wenig Sinn, zum einen bedürfte es nicht zu leistender zusätzlicher Transportkapazität, zum anderen erfährt eine Sache mehr Wertschätzung, wenn sie eben nicht kostenlos, sondern preiswert ist. Also setzt sich zum Beispiel die SPD dafür ein, dass Fahrkarten bundesweit nur einen Euro pro Tag kosten sollen. Auch hier steckt der Teufel jedoch im Detail, es sind unglaublich viele Abstimmungen notwendig. Zudem wurde erläutert, dass die drei Kommunen in Deutschland, die Versuche mit kostenlosem ÖPNV unternommen haben, aus verschiedenen Gründen inzwischen davon abgerückt. Die Ergebnisse der angesprochenen Studie von 2018 in mehreren Modellstädten werden vsl. Ende 2019 veröffentlicht.

Besonders gefreut haben wir uns über die Ehrlichkeit der beiden Damen zum Punkt Rauchverbote an Haltestellen, selbst wenn die Antwort negativ war: Es gibt keine gesetzliche Handhabe dafür! Immerhin wurde uns kein Unsinn erzählt, nur, damit wir zufrieden sind. Ansprechpartner hierfür ist das Gesundheitsministerium, dorthin müssten die bestehenden Fragen gerichtet werden.

Nach der „Arbeit“ in einem Besprechungsraum mit tollem Blick auf die gläserne Kuppel des Reichstages erhielten wir anschließend noch eine ausführliche, sehr interessante und äußerst kurzweilige Führung durch die riesigen Räumlichkeiten des Bundestages. Schon am nächsten Tag haben unsere Füße nicht mehr so wehgetan …

Wir danken den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort für die Möglichkeit, uns als Kundenbeirat über verschiedenste Abläufe in der Bundesregierung zu informieren.