Das Sport- und Freizeitbad blu ist ein wichtiger Bestandteil der Freizeit- und Sportinfrastruktur der Landeshauptstadt Potsdam. Um den Energieverbrauch zu senken, den CO₂-Ausstoß zu reduzieren und den Badbetrieb zukunftssicher aufzustellen, werden verschiedene Maßnahmen zur energetischen Optimierung umgesetzt. Die Energie-Einsparziele des Vorhabens sind gleichzeitig Schritte auf dem Weg zum langfristigen, für ein Schwimmbad ambitionierten Ziel, dem Energieeffizienz-Standard Effizienzhaus 40.

des Sport- und Freizeitbades blu
Energetische Fachplanung und Baubegleitung
Grundlage der Optimierung ist die Erstellung einer umfassenden energetischen Fachplanung. Hierbei werden bauliche und technische Maßnahmen untersucht und bewertet, die zur Erreichung des Zielstandards Effizienzhaus 40 beitragen können. Ergänzend erfolgt eine ingenieurtechnische Baubegleitung, um die Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen fachlich zu begleiten und deren Wirksamkeit sicherzustellen. Ziel ist es, den Energieverbrauch, die Wärmekosten und die CO₂-Emissionen des Sport- und Freizeitbades nachhaltig zu reduzieren.
Dämmung der Außenrutsche
Ein zentraler Baustein des Projekts ist die energetische Sanierung der Röhrenwasserrutschbahn im Außenbereich des Familienbades. Die Rutsche verfügt bislang über keine Wärmedämmung. Durch die Anbringung einer hochwertigen Wärme- und Schallschutzdämmung können Wärmeverluste deutlich reduziert werden. Die Maßnahme trägt dazu bei, den Primärenergiebedarf des Gebäudes zu senken und die Energieeffizienz des Badbetriebs weiter zu verbessern.
Einführung einer zentralen Gebäudeleittechnik
Zur Optimierung des Anlagenbetriebs wird zudem eine moderne Gebäudeleittechnik installiert. Die zentrale Steuerung vernetzt unter anderem Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, Badewasser- und Beleuchtungstechnik sowie weitere technische Systeme des Gebäudes. Durch die intelligente Überwachung und Steuerung können Energieverbräuche reduziert, Betriebsabläufe optimiert und die Betriebssicherheit erhöht werden. Gleichzeitig werden die Voraussetzungen für einen nachhaltigen und ressourcenschonenden Betrieb geschaffen.

Erweiterung der Photovoltaikanlage
Bereits im Jahr 2022 wurde auf dem Dach des Sport- und Freizeitbades eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 99 kWp installiert. Die positiven Erfahrungen mit der Eigenstromerzeugung bilden die Grundlage für eine Erweiterung der Anlage auf bislang ungenutzten Dachflächen. Durch den zusätzlichen Ausbau kann ein deutlich größerer Anteil des Strombedarfs direkt vor Ort erzeugt und genutzt werden. Dadurch wird der Bezug von Strom aus dem öffentlichen Netz reduziert und ein weiterer Beitrag zum Klimaschutz geleistet.
Das Vorhaben wird aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg gefördert.