Stadtwerke Potsdam GmbH
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Elektromobilitätskonzept Krampnitz
Krampnitz ist eine städtische Konversionsfläche, die zu einem CO2-neutralen Stadtquartier entwickelt und nach dem städtebaulichen Leitbild „Quartier der kurzen Wege“ erbaut werden soll. Bis zu 4.900 Wohnungen für 10.000 Bewohner sollen hier in den kommenden Jahren entstehen. Mithilfe der kurzen Wege und multimodalen Mobilitätsangeboten soll der PKW-Verkehr einen möglichst geringen Anteil am Verkehrsaufkommen einnehmen und außerdem möglichst elektrisch betrieben werden. Ein Stellplatzschüssel von 0,5 je Wohneinheit bekräftigt dieses Ziel. Diese Prämissen bieten die Chance Mobilität neu zu denken und Entwicklungen anzustoßen, die sich nach der Konzeptionsphase auch auf andere Quartiere übertragen lassen.
Ziel der Studie war es, Krampnitz als Pilotsiedlung der Mobilität zu betrachten und ein tragfähiges Elektromobilitätskonzept für die Siedlung zu entwickeln.: Mit einem Ladeinfrastrukturangebot für Elektrofahrzeuge von Eigentümer*innen, Mieter*innen und Pendler*innen wird eine Grundlage geschaffen. Dabei wurde einerseits die Bedeutung der Ladeinfrastruktur für eine hohe Akzeptanz der Elektromobilität und andererseits die wirtschaftlichen Herausforderungen bei Investition und Betrieb der Ladesäulen berücksichtigt. Es wurden Betreibermodelle analysiert, die die unterschiedlichen Akteure (z.B. Wohnungsgesellschaften, Energieversorger, Kommune) zusammenbringt. Zudem wurde untersucht, wie möglichst viel Strom erneuerbar vor Ort gewonnen und durch Elektrofahrzeuge bezogen werden kann. Verschiedene Versorgungsvarianten im Zusammenspiel zwischen PV, BHKW, Brennstoffzelle und Batterien wurden hierfür verglichen. Des Weiteren wurden multimodale Verkehrsangebote beleuchtet und im Hinblick auf eine multimodale Mobilitätsplattform und Mobilitäts(fahr-)karte für E-Carsharing, E-Bike- und Lastenradsharing sowie ÖPNV auf Basis des Ansatzes „Mobility-as-a-Service (MaaS)“ vorgedacht.

