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„Ausblick – Die EWP und die ViP in den kommenden 20 Jahren“

Potsdam, den 10.10.2014

Potsdam wächst, das ist eine positive Entwicklung und Herausforderung zugleich. Eine Reihe von notwendigen Investitionen der Stadtwerkeunternehmen Energie und Wasser Potsdam (EWP) und ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH müssen aus diesem Grunde in den kommenden Jahren getätigt werden. Die notwendigen Pläne werden derzeit in den Unternehmen erstellt. Nach Fertigstellung müssen sie zuverlässig verfolgt werden. Dies ist ein Fazit der Fachtagung „Ausblick – Die EWP und die ViP in den kommenden 20 Jahren“, die heute im Inselhotel Potsdam-Hermannswerder stattfand. Oberbürgermeister Jann Jakobs betonte, dass eine wachsende Stadt zu steigenden Aufgaben vor allem für die kommunalen Unternehmen führt.

Der Geschäftsführer der Stadtwerke und technische Geschäftsführer der EWP, Wilfried Böhme, sagte: „Wir sehen uns vorbereitet, diese Herausforderungen der wachsenden Stadt und der schwieriger werdenden externen Rahmenbedingungen anzunehmen. Wir arbeiten mit unseren qualifizierten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Lösungen. Wir haben die dafür notwendige wirtschaftliche Stabilität.“ Eine wesentliche, notwendige Voraussetzung für die Erfüllung dieser Aufgaben sei außerdem die Zuverlässigkeit der Abstimmungen zwischen der Landeshauptstadt, den Stadtwerken Potsdam, deren Tochterunternehmen und den ausführenden Unternehmen, so wie dies auch in der Vergangenheit erfolgt ist. Hier dürfe es „keine schnellen Paradigmenwechsel“ geben, so Böhme.

Im gesamten Verbund der Stadtwerke Potsdam – zu dem neben EWP und ViP auch die Netzgesellschaft Potsdam GmbH (NGP), die Stadtentsorgung Potsdam GmbH (STEP), die Bäderlandschaft Potsdam GmbH (BLP), die Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH (SBP) und die Kommunale Fuhrparkservice Potsdam GmbH (KFP) gehören – stehen bis 2018 Investitionen in geplanter Höhe von rund 390 Millionen Euro an. Dazu zählen neben Energieprojekten wie dem Wärmespeicher am HKW Süd, dem Umspannwerk Golm, dem 110-kV-Ringschluss, Verkehrsprojekten wie der Tramverlängerung zum Jungfernsee und ggf. nach Krampnitz und der Anschaffung weiterer Straßenbahnen und Busse auch der Bau des Sport- und Freizeitbades sowie einer neuen Feuerwache.

Wilfried Böhme betonte, dass alle Zukunftsprojekte immer unter dem Aspekt der Finanzierbarkeit zu betrachten sind. Böhme: „Wir müssen verantwortungsvoll mit unseren finanziellen Ressourcen umgehen. Somit sind Wirtschaftlichkeitsberechnungen und eine richtige Prioritätensetzung entscheidend.“ Wilfried Böhme appellierte außerdem: „Die Fernwärme hat hohe Priorität zur Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes der Landeshauptstadt Potsdam. Bei der Fernwärme darf es keine Einschränkungen geben.“

Zu den schwieriger werdenden externen Rahmenbedingungen gehören sinkende staatliche Förderungen und häufige Veränderungen von Auflagen im Ergebnis von Gesetzgebungen. Kommunale Unternehmen wie die EWP und ViP haben selbst keinen Einfluss auf Gesetzgebungen. Den Branchenverbänden - dem Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU), dem Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) komme daher eine hohe Bedeutung zu, um die Interessen der kommunalen Wirtschaft und der Versorgungswirtschaft auf den politischen Ebenen im Land, im Bund und der Europäischen Union zu vertreten. Viele Potsdamer Themen seien typisch für die derzeitige Situation in Deutschland, insbesondere in den neuen Bundesländern. Dies unterstrichen Professor Dr. Matthias Krause, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des BDEW, und Werner Faber, Geschäftsführer der Landesgruppe Ost des VDV.

In seinem Fachreferat stellte der kaufmännische Geschäftsführer der ViP, Martin Grießner, die Herausforderungen an die Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs bei sinkenden Zuschüssen vor. Derzeit bestehen die Einnahmen der ViP zu insgesamt 37 Prozent aus Zuschüssen vom Land Brandenburg und von der Landeshauptstadt Potsdam, 24 Prozent kommen von den Stadtwerken. Die ÖPNV-Kunden tragen zu 39 Prozent zu den derzeitigen Einnahmen bei.

Der kaufmännische Geschäftsführer der EWP, Holger Neumann, hob in seinem Fachreferat die wirtschaftliche Bedeutung von EWP und ViP für die Stadt Potsdam hervor. Derzeit liege die jährliche Wertschöpfung bei rund 70 Millionen Euro, hinzu komme die indirekte und von den Stadtwerke-Unternehmen ausgelöste Wertschöpfung, z.B. bei Zulieferern, bei rund 140 Millionen Euro. Zudem gebe es aktuell 50 Auszubildende sowie Studenten im dualen Studium.

In einem Fachreferat stellte der technische Geschäftsführer der ViP, Oliver Glaser, Überlegungen zu alternativen Antriebsmodellen für städtische Busse der Zukunft vor. Mit den Tests von Hybridbussen sei eine Tür zur Zukunft geöffnet. Darauf könne man sich jedoch nicht ausruhen. Beispiele aus anderen europäischen Städten würden dabei genau beobachtet. Dazu zählen Ladestationen für Elektrobusse an den Endhaltestellen, wofür es in Skandinavien bereits Beispiele gebe, und die Nutzung von Wasserstoff als Kraftstoff. Der Fahrzeugmarkt werde sehr genau beobachtet, so Glaser.

Der Tagung vorausgegangen war am Vorabend ein Empfang aus Anlass des 20jährigen Bestehens der Sparten Energie, Wasser und Verkehr in GmbH-Form, die wesentliche Säulen der im Jahr 2000 gegründeten Stadtwerke darstellten.

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