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Bau des Wärmespeichers am HKW Potsdam-Süd liegt im Zeitplan

Potsdam, den 02.07.2015

Am Heizkraftwerk Potsdam-Süd (HKW Süd) entsteht ein großer oberirdischer Wärmespeicher. Die Arbeiten an diesem Projekt der Energie und Wasser Potsdam (EWP) liegen im Zeitplan. Dies berichteten die EWP-Geschäftsführer, Wilfried Böhme und Holger Neumann, dem Potsdamer Oberbürgermeister, Jann Jakobs, und den Mitgliedern des Potsdamer Klimarates bei einer Baustellenbesichtigung. Mit dem Wärmespeicher sollen künftig an diesem Standort jährliche Emissionen in Höhe von 10.000 Tonnen Kohlendioxid vermieden werden.

Oberbürgermeister Jann Jakob sagte: „Die EWP ist der wichtigste Klimaschutz-Akteur in Potsdam. Mit seinen zahlreichen Projekten will das Unternehmen insgesamt 157.000 Tonnen Kohlendioxidemissionen pro Jahr einsparen. Das ist mehr als die Hälfte der Ziele des Integrierten Klimakonzeptes der Landeshauptstadt. Ich freue mich, dass das Projekt Wärmespeicher auch auf Landesebene positiv wahrgenommen wird. Potsdam als Landeshauptstadt möchte gerne eine Vorreiterrolle in Sachen kommunaler Klimaschutz einnehmen“.

Der Oberbürgermeister verwies zudem darauf, dass auch der Exekutivdirektor des international agierenden „Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS)“, Prof. Klaus Töpfer, das Projekt als gutes Beispiel dafür gelobt hatte.

Das mit Erdgas betriebene HKW Süd, das rund 90 Prozent des jährlichen Strombedarfes sowie circa 95 Prozent des Fernwärmebedarfes der Landeshauptstadt produziert, soll durch den Wärmespeicher noch effizienter werden. Der Speicher für umgerechnet 1.200 Megawattstunden Wärmeleistung erlaubt eine ökonomischere Fahrweise des HKW Süd. So kann dessen Betrieb in den Schwachlastzeiten unterbrochen werden. Das heiße Wasser für das Fernwärmenetz wird dann direkt aus dem riesigen Kessel eingespeist. Zum Nachheizen soll eine Elektrodenkesselanlage den Wärmespeicher ergänzen. Dafür wird Ökostrom bzw. günstiger Nachtstrom verwendet.

Der technische Geschäftsführer der EWP, Wilfried Böhme, gab einen Ausblick: „Die Montage wird noch einen Monat dauern. Seit Mitte Juni 2015 wird der Behälter erstmalig mit Wasser befüllt. Dies wird zwei Monate dauern, ehe im August 2015 die Dichtheitsprobe erfolgen soll. Sofern diese erfolgreich wird, kann mit der Isolierung begonnen werden, was rund drei Monate dauern soll. Unser Ziel ist es, den Wärmespeicher Anfang November 2015 in Betrieb nehmen zu können.“

Der Thermobehälter wird 48 Meter hoch, und steht auf einem Fundament mit einen Außendurchmesser von 44 Metern und ist auf insgesamt 211 Bohrpfähle gegründet. Der darauf stehende Stahlbehälter hat einen Innendurchmesser von 36 Metern. Er kann insgesamt 41.224 Kubikmeter heißes Wasser für das Fernwärmenetz speichern. Dies entspricht der dreifachen Menge, die derzeit durch das Fernwärmenetz fließt. Dem Beginn des Hochbaus waren die Arbeiten am Fundament vorausgegangen. Insgesamt 520 Lkw mit je 7,5 Kubikmetern (ca. 3.900 m³) lieferten Spezialbeton von drei Betonwerken aus Potsdam und der näheren Umgebung an. Der Bau hatte am 18. Juni 2014 mit dem ersten Spatenstich begonnen.

In dieses Bauvorhaben der EWP, das allen Fernwärmekunden zugutekommt, werden rund 11,6 Millionen Euro investiert, erläuterte der kaufmännische Geschäftsführer Holger Neumann. „Die Fernwärme ist eine wirtschaftliche Basis der EWP und hat eine hohe Bedeutung für den Klimaschutz in Potsdam. Investitionen in diesem Bereich tragen zur Erreichung der Ziele bei.“

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