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Coli-Keime: Fortschritt bei der Ursachenermittlung

Potsdam, den 16.07.2011

Pressemitteilung des Gesundheitsamtes der Landeshauptstadt Potsdam
und der Energie und Wasser Potsdam GmbH

Die am heutigen Sonnabend vorgelegten Befunde zeigen ein Fortbestehen der Verunreinigung mit coliformen Keimen und Escherichia coli im eingegrenzten Bereich. Die Verunreinigungen treten jedoch punktuell nur in geringem Umfang auf. Für das Babelsberger Gebiet zwischen Rudolf-Breitscheid-Straße, Plantagenstraße, Behringstraße, Karl-Marx-Straße bleibt das Abkochgebot bis zum Vorliegen von bakteriologisch einwandfreien Trinkwasserbefunden bestehen.

Derzeit geht neben den fortgesetzten Netzspülungen die Ursachenermittlung weiter. Da nur ein äußerer Eintrag in das Trinkwassernetz als Ursache in Frage kommt, wurden nach Feststellung des Befundes ab 13. Juli 2011 alle Baustellen im Trinkwasserrohrnetz im Umkreis der Babelsberger Probe überprüft. Da auch am Hochbehälter Brauhausberg, der Trinkwasser in das Babelsberger Gebiet einspeist, Bauarbeiten stattfinden, wurde dieser ebenfalls mit in die Überprüfungen einbezogen. Bei den regelmäßigen bakteriologischen Überprüfungen des Behälters entsprechend der Trinkwasserverordnung, die letzte erfolgte am 14.06.2011, gab es keine Beanstandungen.

Von den zwei Kammern des Hochbehälters wird eine gegenwärtig saniert und ist somit trockengelegt. Die andere, noch in Betrieb befindliche Kammer wurde am 13. Juli 2011 vorsorglich vom Netz getrennt und am 14. Juli 2011 wurde der gesamte Inhalt in das Regenwassersystem entleert. Außerdem wurde die Transportleitung, die vom Hochbehälter nach Babelsberg führt, gespült und mehrfach beprobt. Die letzten Proben im Wasserwerk Leipziger Straße, das den Hochbehälter speist, wurden am 4. Juli 2011 genommen. Dort gab es keine Beanstandungen. Auch die Proben ab 13. Juli 2011 im Gebiet zwischen Behälter und dem eingegrenzten Babelsberger Bereich waren unauffällig.

Am gestrigen Freitag wurden bei einer Begehung der entleerten zweiten Kammer des Behälters auf dem Brauhausberg vier tote Kleintiere (drei Mäuse und ein Maulwurf) entdeckt. Da das Objekt regelmäßig von EWP-Mitarbeitern vor Ort überprüft sowie permanent sicherheitstechnisch fernüberwacht wird und bei diesen Begehungen keine Beschädigungen festgestellt wurden, wird gegenwärtig geprüft, ob durch die Bauarbeiten an der einen Kammer unkontrollierte Einträge in die bis 13. Juli 2011 in Betrieb befindliche zweite Kammer möglich waren.

Am Wochenende werden die Spülungen der EWP fortgesetzt.

Das städtische Gesundheitsamt teilt mit, dass für folgende Nutzungen das Wasser bis auf weiteres für mindestens drei Minuten abgekocht werden muss: Wasser zum Trinken, zum Kochen, zur Zubereitung von Speisen und Getränken und zum Zähneputzen, Wasser zur Reinigung von Gegenständen, die bestimmungsgemäß mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Zusätzlich wird empfohlen, in dem eingegrenzten Gebiet vor der Wassernutzung einmalig das Wasser an den Zapfstellen (Wasserhahn etc.) ablaufen zu lassen.

Ansprechpartner für Bürgeranfragen zu diesem Thema:
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Energie und Wasser Potsdam GmbH
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