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Das „Kiezbad Am Stern“ öffnet am 7. Februar nach umfangreicher Sanierung von Schwimmhalle und Technik

Potsdam, den 04.02.2022

Ab 7. Februar um 8.00 Uhr öffnet das „Kiezbad Am Stern“ nach aufwendiger Teil-Sanierung wieder seine Pforten. Heute wurde es vorab den Medienvertretern vorgestellt. BLP-Geschäftsführerin Ute Sello: „Endlich ist es soweit. Alle Schwimm- und Saunafans können sich auf eine frisch sanierte und in neuem Glanz erstrahlte Schwimmhalle Am Stern freuen. Zur Eröffnungswoche vom 7. bis 13. Februar locken tolle Angebote und am 12.02. ein Familien-Badespaß-Nachmittag.“

Ramona Löser-Fimmel, SWP-Hauptabteilungsleiterin Technik/Projekte/Facility Management, erläuterte: „Die Schwimmhalle des Kiezbades musste dringend saniert wer­den Der Aufwand war deutlich größer, als Voruntersuchungen erwarten ließen. Die längere Wartezeit für Badegäste hat sich definitiv ge­lohnt. Jetzt ist eine langjährige Weiternutzung der Bausubstanz sichergestellt. Außerdem wurden diverse Systeme der Badewas­sertechnik durch neue, energie-effizientere An­lagen ersetzt und ein innovatives neues Filter­material eingeführt.“

Viele Neuerungen können die Badegäste in den nächsten Wochen selbst entdecken:

  • Bei der Sanierung des großen und kleinen Beckens wurden die Betonwände von innen und außen komplett saniert. Die Wände der Schwimmhalle und die beiden Wärmebänke wurden ebenfalls neu gefliest. Weiterhin mussten die Baffeln an der Hallendecke und die beiden großen Glasfassaden, alles Bauteile aus dem Erstbestand, erneuert werden. Damit erstrahlt die Schwimmhalle in den neuen Farbtönen: Türkis, rot, weiß und braun. Für Urlaubsstimmung am Beckenrand sorgen zukünftig Pflanzen. Im Nichtschwimmerbecken warten auf Kinder neue Attraktionen wie die Wasserschlange und der Hai-Schwanz. Die Rutsche wird noch ergänzt. Neu sind weiterhin ein mobiler Behindertenlifter, der den Zugang an jeder Stelle am Beckenrand erlaubt und die Babyduschen.
  • Für die Dusch- und WC-Bereiche gab es eine vollständige Sanierung, da die Fußböden undicht waren. Zusätzlich zu neuen Fliesen und Armaturen gibt es jetzt in den Duschen neben den üblichen Wandduschen jeweils zwei Einzelkabinen, in denen man, geschützt vor den Blicken anderer, duschen kann.
  • Auch der Beton der Beckenböden und des Fußbodens der Beckenumgänge wurden komplett repariert und neu aufgebaut. Für die Beckenabdichtung kam ein neues Abdichtungssystem un­terhalb der Fliesen zum Einsatz. Das in­novative Abdichtsystem arbeitet mit insgesamt 7 aufgebrachten, unterschiedlichen Schichten und soll eine dauerhafte Dichtigkeit garantieren.
  • Vor der Sanierung des Kiezbades war in den Beckenumgang des großen Beckens keine Entwässerung des Hallenbodens integriert, in diesem Bereich anfallendes Wasser gelangte in die Schwall­wasserrinne der Badewasseranlage. Nun wurde eine zweite Rinne gebaut, welche den Wasserkreislauf der Badewasseranlage entlastet und das Wasser des Beckenumganges in das getrennte Abwassersystem führt. Dies spart erhebliche Betriebskosten.

Weniger sichtbar, aber wichtig für einen komfortablen, hygienischen, klima- und ressourcenschonenden Badbetrieb sind die vielfältigen technischen Neuerungen:

  • Herzstück der Technik ist die neue Steuerregelungseinheit. Im Kiezbad erfolgte eine Integration der Badewassertechnik in die Gebäudeleittechnik (GLT). Das Kiezbad arbeitet nun mit einer neuen und modernen GLT, welche die Steuerung und Rege­lung der verschiedenen technischen Anlagen (Heizung, Lüftung, Beckenwassertemperaturen, Beckenwasserparameter, Warm­wassersteuerung und Duschwassersteuerung) zentral zusammenführt. Die GLT-Anlage erlaubt eine Über­wachung, Auswertung und Steuerung der Hygieneparameter.
  • Durch die Wärmerückgewinnungsanlage wird Trinkwasser aus dem Trinkwassernetz der EWP vorgewärmt und dann dem Rohwasserspei­cher zugeführt. Außerdem wird jetzt benö­tigtes Wasser durchgängig je nach Verbrauch und Anforderung erwärmt, analog einem Durchlauferhitzer. Neben der Abschaf­fung des Hygiene-Risikos ist der Effekt der Warmwasserstation ebenfalls eine höhere Energieeffizienz. Die Wasserenthärtungsanlage musste, genau wie die Elektrolyse-Anlage für die Desinfektion des Beckenwassers, modernisiert werden.
  • Im Wasserkreislauf des Nichtschwimmerbe­ckens kommt ein neuartiges Filtermaterial zum Einsatz. Hierdurch wird ein verringerter Energie- und Wasserbedarf erreicht, die Filter­wirkung wird effektiver und die Be­standsanlage insgesamt optimiert.
  • Die Lüftungsanlage wurde ebenfalls modernisiert und tragen nun stärker zur Energieeinsparung bei.

Übrigens: Am Dienstag, 08.02. um 8.30 Uhr gibt noch Plätze für eine Technik-Führung, eine weitere am Mittwoch ist bereits ausgebucht.

Bei allen Maßnahmen stand immer auch der Klimaschutz bzw. die Verbesserung der Nachhaltigkeit des Bades im Fokus. Insge­samt werden durch die Sanierung mindestens 29.000 kWh Wärmeenergie und voraussicht­lich 63.500 kWh Strom pro Jahr eingespart sowie Emissionen in Höhe von 38 Tonnen Kohlendioxid vermieden. Die Förderung des Projektes erfolgte mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Brandenburg, der ILB Brandenburg sowie mit Hilfe des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Und es geht weiter: Der Start der Bauarbeiten für eine Photovoltaikanlage auf dem Dach ist für das Frühjahr 2022 geplant. Die Anlage wird mit einer maximalen Leistung von 55 kWp geplant, wobei vorgesehen ist, dass 100% der Stromerzeugung im Gebäude verbraucht wird.

Im Namen der Bäderlandschaft Potsdam (BLP)

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