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EWP informierte über Blei-Hausanschlüsse

Potsdam, den 08.06.2016

Hinsichtlich weniger immer noch vorzufindender Bleileitungen wurden die Inhaber von Hausinstallationen und Versorgungsleitungen nach § 21 Abs. 1 Satz 3 der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) 2001 erstmals dazu verpflichtet, die betroffenen Verbraucher über das Vorhandensein der Bleileitungen zu informieren, sobald sie hiervon Kenntnis erlangt haben. Das gilt auch dann, wenn die Grenzwerte von Blei nicht überschritten sind. Diese Informationspflicht gilt ab dem 01.12.2013.

Durch den Wasserversorger sind entsprechend Trinkwasserverordnung die Grundstückseigentümer zu informieren. Die Energie und Wasser Potsdam (EWP) hat bereits im Januar 2011 aktiv alle Eigentümer, deren Hausanschlussleitungen aus Blei sind, informiert. Im Juli 2012 und März 2015 schrieb die EWP erneut per Serienbrief die Grundstückseigentümer an, die bis dahin die Erneuerung ihrer Anschlussleitung noch nicht beantragt hatten. Die Haus- bzw. Grundstückseigentümer haben ihre jeweiligen Mieter durch Aushänge zu informieren. Darauf hat die EWP keinen Einfluss.

Die EWP hat ebenfalls keine Kenntnis und auch keinen Einfluss auf den Zustand der Installationen innerhalb des jeweiligen Hauses, da dies nicht in den Zuständigkeitsbereich des Wasserversorgers fällt.

Neben den persönlichen Informationen, die an die Grundstückseigentümer über den empfohlenen Austausch des Blei-Trinkwassergrundstücksanschlusses geschickt wurden, informiert die EWP in Abständen in ihrer Kundenzeitschrift „Quartett“ über diese Problematik. Diese Kundenzeitschrift wird jedem Haushalt in der Stadt Potsdam kostenlos per Post zugestellt, außerdem liegt sie in den Kundenbüros aus. Die letzten Veröffentlichungen zum Thema Bleileitungen erschienen in den Ausgaben 4/2011 und 4/2013. Insbesondere in der Ausgabe 2013 wurde darauf hingewiesen, dass die Verantwortung für die Hausinstallation der Hauseigentümer trägt.

Im Januar 2003 waren in Potsdam rund 850 Bleianschlüsse in Potsdam vorhanden. Bis zum Dezember 2013 wurden rund 200 Anschlüsse gewechselt. Mit Stand Mai 2016 sind noch 280 Anschlüsse auszuwechseln. Davon sind 150 zur Ausführung beauftragt. Die restlichen 130 sind gegenwärtig zur Bearbeitung (u. a. Abstimmung mit den Eigentümern, Kalkulation und Genehmigungsverfahren) Das Programm wird Ende 2016 abgeschlossen.

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