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EWP-Kundenfonds: Erstes "grünes Projekt" fertig gestellt

Potsdam, den 18.12.2012

Seit Anfang Oktober 2012 haben die Kundinnen und Kunden der Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP) die Möglichkeit, in eine nachhaltige Energieerzeugung zu investieren. Mit dem "EWP-Kundenfonds Potsdam" sollen lokale "grüne Projekte" der EWP zur Nutzung von regenerativen Energien und zur Verringerung der CO2-Emissionen in Potsdam finanziert werden. Die Gelder des Kundenfonds fließen ausschließlich in Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Schonung des Klimas.

Die Zeichnungsfrist für den Kundenfonds läuft noch, aber das erste "grüne Projekt" nimmt heute bereits seinen Probebetrieb auf: Das Blockheizkraftwerk (BHKW) in der EWP-Kläranlage Potsdam-Nord arbeitet auf Basis von Klärgas, einem Biogas. Im Rahmen einer Vor-Ort-Informationsveranstaltung konnten es die Fonds-Anteilseigner heute besichtigen. EWP-Geschäftsführer Wilfried Böhme und Holger Neumann: "Der heutige Tag ist ein wichtiger Meilenstein bei der Umsetzung unseres Energiekonzeptes Strategie EWP 2020. Unser neues BHKW stellt einen weiteren Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele der Landeshauptstadt Potsdam dar. Zudem demonstriert dieses Projekt, wie die Bürgerbeteiligung bei der EWP konkret gelebt wird."

In der Kläranlage Potsdam-Nord wird seit 1999 im Zuge der Abwasserreinigung in einem Bio-Reaktor Klärgas erzeugt. Dieses kontinuierlich anfallende Biogas wurde bisher zum größten Teil durch einen Heizkessel in Wärme umgewandelt. Mit der erzeugten Wärme wurde die erforderliche Klärschlammtemperierung im Bio-Reaktor sichergestellt, außerdem wurden die umliegenden Gebäude beheizt. Ein Großteil der Wärme wurde aber bisher noch nicht verwertet.

Durch das jetzt fertig gestellte BHKW werden diese Wärmeverluste insbesondere in den Sommermonaten drastisch reduziert, da die Anlage mit Kraft-Wärme-Kopplung arbeitet. Das verfügbare Klärgas wird sowohl in Wärme als auch in Strom umgewandelt. Bei hohem Wärmebedarf im Winter wird dem BHKW der bestehende Heizkessel als Spitzenlastkessel zugeschaltet.

Auf diese Weise wird eine ungenutzte Wärmeabgabe von jährlich ca. 1.000.000 kWh vermieden, was etwa dem Jahreswärmebedarf von 70 Einfamilienhäusern entspricht. Zusätzlich werden aus dem klimaneutralen Klärgas jährlich ca. 1.000.000 kWh Strom erzeugt, welcher direkt auf der Kläranlage verbraucht wird. Durch die Reduzierung von Wärmeverlusten bei gleichzeitiger Stromerzeugung ist eine jährliche CO2-Einsparung von 432 Tonnen möglich.

Die durch die EWP getätigten Investitionen für das BHKW belaufen sich auf rund 450.000 Euro und refinanzieren sich durch die vermiedenen Strombezugskosten für den Kläranlagenbetrieb nach ca. acht Jahren. Die Bauzeit lag bei acht Monaten.

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