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Neuartige Haltestellenkaps in der Berliner Straße präsentiert

Potsdam, den 04.11.2011

Erstmals wurden in Potsdam zwei Tramhaltestellen - Mangerstraße und Ludwig-Richter-Straße - zu überfahrbaren so genannten "Haltestellenkaps" umgebaut. ViP-Geschäftsführer Martin Grießner erläuterte anlässlich eines Vor-Ort-Termins mit Vertretern der Landeshauptstadt und der Behindertenverbände: "Viele andere deutsche und europäische Städte setzen die Haltestellenkaps seit Jahren erfolgreich ein. Wenn sich diese Haltestellenbauweise hier bewährt, kann sie auch an anderen Stellen in der Stadt, zum Beispiel entlang der Friedrich-Ebert-Straße, eingesetzt werden."

Der Wartebereich mit Wartehalle und DFI-Display liegt bei Haltestellenkaps am Fahrbahnrand und nicht im unmittelbaren Bereich des Gleises. Erst, wenn die Tram in den Haltestellenbereich eingefahren ist, überqueren die Fahrgäste den Fahrbahnbereich zum Betreten bzw. Verlassen der Tram. Um dies nun auch Rollstuhlfahrern zu ermöglichen, wurde die Fahrbahn im Bereich der Haltestelle bis auf das Einstiegsniveau der Niederflurbahnen angehoben. Die entstandene Rampe der Fahrbahn ist für die Autos weniger steil als bei verkehrsberuhigten Stellen im Straßennetz.

Martin Grießner: "Da diese Bauweise für Potsdam neu ist, rechnen wir mit einer gewissen ,Eingewöhnungszeit´ bei den Bürgerinnen und Bürgern. Wir sind jedoch sicher, dass die Haltestellenkaps in Potsdam bald zum Alltag gehören werden."

Die Regeln für die übrigen Verkehrsteilnehmer/innen sind in § 20 der StVO geregelt:

(1) An Omnibussen des Linienverkehrs, an Straßenbahnen und an gekennzeichneten Schulbussen, die an Haltestellen (Verkehrszeichen 224) halten, darf, auch im Gegenverkehr, nur vorsichtig vorbeigefahren werden.

(2) Wenn Fahrgäste ein- und aussteigen, darf rechts nur in Schrittgeschwindigkeit und nur in einem solchen Abstand vorbeigefahren werden, dass eine Gefährdung von Fahrgästen ausgeschlossen ist. Sie dürfen auch nicht behindert werden. Wenn nötig, muss der Fahrzeugführer warten.

Die Bauarbeiten wurden im Vorfeld mit der Stadt Potsdam, dem Behindertenbeauftragten und der Straßenverkehrsbehörde abgestimmt. Die Bevölkerung wurde über die Baumaßnahmen durch die Presse, im Anwohnerbereich per Hauswurfsendungen und eine Bürgerversammlung informiert.

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