Stadtwerke Potsdam GmbH
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Pressemitteilung
Potsdam, den 13.02.2026
Die Bäderlandschaft Potsdam (BLP) blickt auf ein Jahr 2025 zurück, das vor allem durch eine hohe Nachfrage nach den Hallenbädern, gezielte ökologische Modernisierungen und einen wichtigen baulichen Meilenstein geprägt war. Insgesamt nutzten 698.309 Besucherinnen und Besucher die vier Potsdamer Bäder. Damit lag die Gesamtbesucherzahl leicht unter dem Vorjahreswert – ausschließlich wegen der Verlagerung des Stadtbades Park Babelsberg. Gleichzeitig zeigt sich jedoch eine klare Entwicklung: Die Hallenbäder gewinnen weiter an Beliebtheit und bestätigen den strategischen Fokus der BLP auf Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit.
Besonders das blu entwickelte sich erneut sehr positiv. Mit 493.951 Gästen verzeichnete Potsdams Sport- und Freizeitbad ein Wachstum von 2,2 Prozent. Alle drei Bereiche: Sportbad, Familienbad und Sauna waren stark nachgefragt. Familienbad und Sauna erzielten jeweils einen neuen Besucherrekord. Im Kiezbad war besonders die Schwimmhalle stark besucht. Die Zahlen unterstreichen die hohe Akzeptanz der ganzjährig nutzbaren Angebote und die wachsende Bedeutung moderner Hallenbäder für die Daseinsvorsorge, Gesundheitsvorsorge und Freizeitgestaltung in Potsdam.
„Unsere Hallenbäder sind sehr stark gefragt. Das zeigt, dass unsere Investitionen in Qualität, Verlässlichkeit und zeitgemäße Angebote bei den Menschen sehr gut ankommen“, sagt Ute Sello, Geschäftsführerin der BLP. „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten zahlt sich ein klarer Fokus auf nachhaltige Bäder und attraktive Angebote aus.“
Die Strandbäder konnten 2025 nicht an das Vorjahresniveau anknüpfen. Ausschlaggebend waren vor allem die Neueröffnung des Stadtbads Park Babelsberg erst am 5. Juli 2025 und ein wechselhafter Sommer in Kombination mit den verkürzten Saisonzeiten im Waldbad Templin. Insgesamt wurden dort 56.951 Besucherinnen und Besucher gezählt. Die Entwicklung zeigt auch die starke Abhängigkeit der Strandbäder vom Wetter.
Parallel zur positiven Nachfrageentwicklung in den Hallenbädern setzte die BLP 2025 einen deutlichen Schwerpunkt auf nachhaltige Modernisierung und Effizienzsteigerung. Im blu wurde eine Gebäudeleittechnik installiert, welche Lüftung, Wasseraufbereitung und weitere technische Anlagen zentral und deutlich effizienter steuert. Die umfassende Modernisierung der Großwasserrutsche war ein weiteres bedeutendes Projekt im Sinne der Nachhaltigkeit. Neben neuen digitalen Rutschen-Programmen erfolgte zusätzlich die Wärmedämmung. Diese Maßnahme hat ein Einsparpotenzial von bis zu 15 Prozent des Gesamtwärmeverbrauchs des blu.
Auf dem Dach des blu wurde die PV-Anlage um 185 Kilowatt-Peak (kWp) deutlich erweitert und in der Tiefgarage des blu stehen drei Wallboxen mit bis zu sechs Ladepunkten für Elektrofahrzeuge bereit. Auch im Waldbad Templin und im neuen Stadtbad Park Babelsberg wurden PV-Anlagen errichtet.
„Mit der Gebäudeleittechnik, der modernisierten Rutsche und den zusätzlichen PV-Anlagen reduzieren wir Energieverbräuche und -kosten spürbar und verbessern gleichzeitig das Nutzungserlebnis für unsere Gäste. Ökologie und Attraktivität schließen sich nicht aus – im Gegenteil“, so Frau Sello.
Ein herausragender Meilenstein für die BLP war die Eröffnung des neuen Stadtbades Park Babelsberg am 5. Juli 2025. Pünktlich zum 20-jährigen Bestehen der BLP wurde damit das letzte von vier Bädern neu gebaut bzw. saniert. Der Neubau wurde technisch, energetisch und ökologisch auf dem neuesten Stand realisiert und setzt Maßstäbe für nachhaltige öffentliche Bäder in Potsdam.
„Das Stadtbad Park Babelsberg steht beispielhaft für unseren Anspruch, moderne Architektur mit lokalem Bezug, hohe Angebotsqualität für alle Nutzergruppen und ökologische Verantwortung zusammenzudenken. Damit investieren wir langfristig in die Zukunft unserer Potsdamer Bäder“, betont Frau Sello. Der Blick auf 2026 ist klar auf die Fortführung dieser Ziele gerichtet. Ein Schwerpunkt liegt im Baustart des zweiten Bauabschnitts im Saunabereich des blu. Geplant sind eine zusätzliche Sauna und ein neuer Ruheraum. Der Ausbau erfolgt bei laufendem Betrieb und soll – sofern der Zeitplan eingehalten wird – das Angebot noch im Laufe des Jahres ergänzen. Als nächstes sollen im Dachgarten der blu sauna ein Bereich mit Glasdach und neuen Liegeflächen ausgebaut werden. Die weiteren Maßnahmen des 2. Bauabschnitts sollen bis 2030 schrittweise folgen. Ziel ist es, die Attraktivität der Sauna weiter zu steigern und zugleich die wirtschaftliche Lage der BLP zu stärken.
Die BLP setzt weiter auf Digitalisierung in den Bädern. In Vorbereitung ist die Einführung eines neuen Webshops und das Angebot eines Verkaufsautomaten für das blu. Die Nutzer*innen von Mehrfach- und Zeitkarten können dann z. B. bequem von zu Hause aus ihre Karten verlängern und den Punktestand abfragen. Das soll die Abläufe für unsere Besucher*innen und Mitarbeitende an den Kassen gleichermaßen effizienter und komfortabler gestalten.
Die BLP reagiert auf die hohe Nachfrage im blu familie und in der blu sauna mit neuen Öffnungszeiten in den Morgenstunden. Ab sofort öffnet das blu familie in den Ferien sowie an den Wochenenden bereits ab 8.00 Uhr. Ziel ist es, die Besucherströme besser über den Tag zu verteilen und insbesondere in stark nachgefragten Zeiten für mehr Entlastung und Aufenthaltsqualität zu sorgen. Frühaufsteher*innen profitieren zusätzlich von einem günstigen Morgenticket: Bis 9.00 Uhr eingelassen, kostet das Zweistundenticket für das blu familie nur 14 Euro. Ein ähnliches Angebot gibt es ab jetzt immer im Winter an den Wochenenden und Feiertagen für die blu sauna, die an diesen Tagen schon ab 9 Uhr öffnet und ebenfalls ein vergünstigtes Morgenticket anbietet. Mit den erweiterten Öffnungszeiten und Tarifen bietet die BLP ein attraktives Angebot für Familien und reagiert zugleich auf die gestiegene Nachfrage an diesen Tagen.
Darüber hinaus treibt die BLP den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) voran. Für 2026 vorgesehen ist die Einführung einer KI-gestützten Lösung zur Überwachung der Wasserbecken, die die Mitarbeitenden der Aufsicht unterstützen und die Sicherheit erhöhen. Daneben ist der Einsatz von Reinigungsrobotern für die Oberflächen in den Hallenbädern geplant, der künftig Reinigungskosten senken soll. Weiterhin ist die Einführung „Virtuellen Kurse“ vorgesehen, deren Test gerade vorbereitet wird. Mit diesen Projekten verbindet die BLP technologische Innovation mit Effizienzgewinnen im Betrieb und einer weiteren Qualitätssteigerung für die Gäste. Zudem baut die BLP ihr Veranstaltungsangebot weiter aus und setzt dabei auf neue Formate. Die hohe Nachfrage in der Frauensauna im Kiezbad am Stern war der Anlass, in der blu Sauna am 10. März 2026 im Rahmen der Frauenwoche erstmals mit einem reinen Frauensaunatag von 10 bis 22 Uhr zu starten und wieder ein neues Angebot zu testen.
Für die Strandbäder ist der Saisonstart 2026 erst für den 14. Mai geplant. Das Saisonende fürs Waldbad Templin ist am 31. August und fürs Stadtbad Park Babelsberg am 13. September 2026. Auch die Ausbildung bleibt ein zentraler Pfeiler der Zukunftssicherung. Die BLP bildet seit 2005 regelmäßig Fachangestellte für Bäderbetriebe aus. Der Ausbildungsstart 2026 ist am 1. September geplant. Bewerbungen sind bis zum 28. Februar 2026 bei den Stadtwerken Potsdam möglich.
Effizienz und ökologische Verantwortung bleiben die Leitlinien des Handelns der BLP. Sie sind entscheidend, um den Betrieb der Bäder langfristig zu sichern und die Kostendeckung nachhaltig zu verbessern. Dazu gehören auch regelmäßige Preisanpassungen in allen Bereichen, um Qualität, Sicherheit, die tarifgerechte Vergütung der Mitarbeitenden sowie Investitionen dauerhaft gewährleisten zu können.