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Präsentation der ersten verlängerten Combino-Tram

Potsdam, den 18.10.2017

Am 07. September kehrte der erste verlängerte Combino-Straßenbahnzug nach Potsdam zurück. Während der umfangreichen Inbetriebnahmephase nutzten Oberbürgermeister Jann Jakobs, der ViP-Aufsichtsratsvorsitzende, Bürgermeister Burkhard Exner, Nils Schmidt, Leiter Deutschland Nord der Siemens-Division Mobility, Jan Surovsky, technischer Direktor der Prager Verkehrsbetriebe, der technische Geschäftsführer der ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH, Oliver Glaser, und der kaufmännische Geschäftsführer der ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH, Martin Grießner, heute die Gelegenheit, um sich vom Fahrzeug zu überzeugen und es feierlich einzuweihen.

Die Verlängerung von acht Straßenbahnen des Typs „Combino“ ist Bestandteil des knapp 50 Millionen Euro umfassenden Infrastrukturpaketes. Oberbürgermeister Jann Jakobs erklärte: „Der Ausbau des Angebotes des Öffentlichen Personennahverkehrs hat für die Landeshauptstadt große Priorität. Das Infrastrukturprogramm in Höhe von 50 Millionen Euro ist ein Beleg, wie wichtig uns das ist. Insofern ist die Verlängerung der Combino-Trams ein bedeutender Schritt, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.“

Der AR-Vorsitzende und Bürgermeister, Burkhard Exner, fügt an: „Wir freuen uns, dass ein weiterer wichtiger Baustein umgesetzt wird. Das zeigt, dass wir im Blick haben, unseren ÖPNV sowohl attraktiv als auch modern zu halten. Denn eins ist klar: Unser Ziel ist und bleibt, dass immer mehr Menschen in Potsdam vom Auto auf Bus und Bahn umsteigen. Das schont die Umwelt und entlastet den Verkehr auf den Straßen.“

Martin Grießner, der kaufmännische Geschäftsführer der ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH, erklärte: „Durch die Fahrzeugverlängerung kann die Kapazität unserer Straßenbahnflotte schnell und vergleichsweise günstig an den stetig steigenden Bedarf der Mobilitätsdienstleistung und die Erweiterung unseres Streckennetzes Richtung Campus Jungfernsee angepasst werden.“

Die Fahrzeuge erhalten jeweils ein zusätzliches Vier-Meter langes Laufwerks- und ein Sieben-Meter langes Mittelmodul. Dadurch werden die Straßenbahnen von 30,5 auf 41,6 Meter verlängert. Für die Montage werden die Fahrzeuge und die im Mobility Werk in Wien gefertigten Segmente in das Siemenswerk nach Wegberg-Wildenrath in Nordrhein-Westfalen überführt. „Die ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH hat sich anspruchsvolle Ziele für die mobile Zukunft gestellt, und wir danken für das Vertrauen, das die Potsdamer in Siemens als Partner auf diesem Weg setzen“, sagt Nils Schmidt, Leiter Deutschland Nord der Siemens-Division Mobility. „Mit der termingerechten Verlängerung von acht Combino-Straßenbahnen kann die ViP ihre Beförderungskapazitäten erhöhen, um den steigenden Bedarf nach ressourcenschonender und umweltfreundlicher Mobilität in Potsdam gerecht zu werden.“

Aktuell befinden sich bereits drei verlängerte Combino-Fahrzeuge in Potsdam. Bei den Trams mit den Wagennummern 410, 411 und 412 werden zurzeit die Arbeiten zur Inbetriebnahme durchgeführt. Diese umfassen beispielsweise intensive Fahr- und Bremsprüfungen, den Einbau der Fahrgastmonitore, Fahrausweisautomaten als auch Entwerter, die betrieblichen Prüfungen und Messungen aber auch die Mitarbeiterschulungen. Den Regelbetrieb wird das erste Fahrzeug spätestens im Dezember 2017 aufnehmen. Die sieben weiteren Combinos werden sukzessive folgen. Das letzte Fahrzeug soll im Frühjahr 2018 fertig gestellt sein. Im Fahrbetrieb bieten die erweiterten Trams 246 statt 175 Fahrgästen Platz und verfügen über acht statt sechs Türen. Die Investitionskosten der Maßnahme belaufen sich auf insgesamt 14,4 Millionen Euro.

Ein weiterer Bestandteil des Infrastrukturpaketes war die Grundinstandsetzung und die parallel stattfindende Hauptuntersuchung von sechs Tatra-Straßenbahn-Zügen nach einer europaweiten Ausschreibung bei den Prager Verkehrsbetrieben. „In Anerkennung der Leistung der Mitarbeiter der Prager Verkehrsbetriebe und als Dankeschön für die vertrauensvolle Zusammenarbeit wird heute der Straßenbahnzug mit der Wagennummer 152/252 in einer feierlichen Zeremonie auf den Namen „Prag“ getauft“, wie Oliver Glaser, technischer Geschäftsführer der ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH erklärte. Zusammen mit dem technischen Direktor der Prager Verkehrsbetriebe, Jan Surovsky, Oberbürgermeister Jann Jakobs und dem ViP-Aufsichtsratsvorsitzenden, Burkhard Exner, brachten die ViP-Geschäftsführer Oliver Glaser und Martin Grießner den Schriftzug an der Seite des Fahrzeuges an. „Damit wird die Tradition der Namensgebung bei der ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH erstmals bei den KT4D-Tratrazügen fortgesetzt.“, so Glaser weiter. Gleichzeitig schließt der Verkehrsbetrieb die Grundinstandsetzung von 12 Tatrafahrzeugen, in die rund 3,6 Millionen Euro investiert wurde, symbolisch ab. Durch die Runderneuerung konnten die zwölf Wagen für acht weitere Jahre bzw. 500.000 Kilometer im Linienverkehr ertüchtigt werden. Mit den Tatra-Straßenbahn-Zügen kann der Verkehrsbetrieb insbesondere im Berufsverkehr und flexibel bei Sondervorhaben auf die Nachfrage reagieren.

Um die gut zehn Meter in der Länge gewachsenen Combino-Trams weiterhin in der Tramwerkstatt der ViP technisch warten zu können, muss diese entsprechend ausgebaut werden. Nach den Planungsarbeiten, der Genehmigung durch das Landesamt für Bauen und Verkehr und der erfolgten Vergabe der Bauleistungen nach vorheriger Ausschreibung wurde am 11. September 2017 mit den Umbauarbeiten an der Werkshalle begonnen. Bei einem Rundgang stellte ViP-Geschäftsführer Oliver Glaser den aktuellen Stand vor. Auf Teilgebieten der Baustelleneinrichtungsflächen wurden Büro-, Werkstatt- sowie WC-Container, ein Turmdrehkran und als Sicherungsmaßnahme Bauzäune aufgestellt. Seit dem 16. Oktober 2017 finden Nachgrabungen im Bereich Fundamente statt, um die Freiheit von Sprengmitteln oder Munition festzustellen und nachgelagert die Bescheinigung über die Kampfmittelfreiheit zu erhalten. Voraussichtlich ab Mitte November wird mit der Tiefgründung begonnen. Die Arbeiten an der Werkstatt sollen im Herbst des kommenden Jahres abgeschlossen sein.

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