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Pressemitteilung der Stadtwerke zum strengen Winter

Potsdam, den 22.12.2010

Energie und Wasser Potsdam (EWP)
Bei der EWP sind durch den strengen Winter keine Schwierigkeiten aufgetreten. Auch gibt es trotz der Lkw-Fahrverbote auf Teilen der Bundesautobahnen keine Lieferengpässe bei den Grundstoffen. Die Bevorratung sowohl bei den Trinkwasserwerken und Kläranlagen wie auch im Heizkraftwerk ist so bemessen, dass die aktuellen Verzögerungen in der Belieferung keine nennenswerten Auswirkungen besitzen. Auch die Versorgung mit Erdgas läuft problemlos. Doch selbst für den Fall, dass kein Gas durch die langen Versorgungsleitungen zu uns strömt, könnte das Heizkraftwerk die Stadt mit Wärme und Strom versorgen, da der Betrieb problemlos auch auf Heizöl, welches ausreichend bevorratet wird, umgeschaltet werden kann.

Am Leitungsnetz der EWP kam es zu keinen Störungen. Um die hohe Versorgungssicherheit zu gewährleisten, ist der Bereitschaftsdienst der EWP eingerichtet. Sämtliche Fehlermeldungen können über den ganztägig besetzten Leitstand erfasst werden.


Stadtentsorgung Potsdam (STEP)
Der Winterdienst läuft nahezu permanent mit der maximalen Auslastung. Alle verfügbaren Kräfte und Fahrzeuge einschließlich der Reservefahrzeuge sind im Einsatz. Der strenge, aber vor allem anhaltende Schneefall sorgt für eine hohe Belastung der Mitarbeiter und der Technik.

Der Salzverbrauch in der ersten Zeit der Wintersaison ist bisher enorm hoch, so wurden von der STEP bereits 800 Tonnen seit November 2010 verbraucht. Damit hat die STEP rechnerisch pro Einwohner in sechs Wochen bereits 5 kg Salz gestreut. Die Bevorratung mit Streusalz wurde dieses Jahr weiter hochgefahren. Doch da an die Lagerung von Salz - als grundwassergefährdender Stoff - aus Sicherheitsgründen bestimmte Lagerungsanforderungen gestellt werden, ist ein schnellerer Ausbau der Kapazitäten in den Lagerhallen der STEP nicht möglich. Jedoch hat die STEP einen Rahmenvertrag mit einem Lieferanten, welcher innerhalb von 2 Stunden kurzfristig Salz nachliefern kann. Für extreme Fälle, bspw. wenn die Autobahn für LKWs gesperrt ist, ist mit der Stadt eine bestimmte Reserve vertraglich vereinbart. Diese Reserve wurde noch nie unterschritten.

Da im gesamten Bundesgebiet die Salznachfrage enorm gestiegen ist und bei Nachbestellungen vorrangig die Autobahnmeistereien bedient werden müssen, hat die STEP zurzeit aus Vorsichtsgründen das Ausbringen von Salz teilweise eingeschränkt. Verstärkt kommen dafür andere abstumpfende Mittel (z.B. Splitt) zum Einsatz. Die Gefahrenstellen (Kreuzungsbereiche, Brücken etc.) werden unvermindert mit Salzlauge behandelt. Auch die reine Schneeberäumung bleibt auf dem gleichen hohen Niveau.

Seit dem 20. Dezember wurde für Potsdam die Winterdienststufe 2 ausgerufen, d. h. es sind auch Arbeitskolonnen im Stadtgebiet unterwegs, die den Schnee an den Schwerpunktbereichen aufnehmen und zu den vorgegebenen Ablagerungsorten bringen.

Die Landeshauptstadt Potsdam als Auftraggeberin für den Winterdienst ist mit den Leistungen der STEP sehr zufrieden.

Verkehrsbetrieb Potsdam (ViP)
Trotz der teils widrigen Umstände aufgrund von Schnee und Glätte konnte der Betrieb mit Bahnen und Bussen im Wesentlichen aufrechterhalten werden. Es kommt wie im gesamten Bundesgebiet zu einzelnen Fahrtausfällen und leider auch teilweise zu größeren Verspätungen.

Dies liegt vor allem am generell langsam fließenden Straßenverkehr bei Schnee. Partiell kann auch die Straßenbahn wegen Schneewehen nicht weiterfahren. Vereinzelt kam es auch zu Verkehrsunfällen, bei denen Kraftfahrzeuge gegen die Straßenbahn oder den Bus gerutscht sind oder auch vereinzelt Busse gegen andere Fahrzeuge gerutscht sind die dadurch beschädigten Fahrzeuge der ViP können nicht weiter im Linienverkehr eingesetzt werden.

Vereinzelt mussten auch mit Schnee zugefahrene Weichen manuell freigefegt werden.
Der Betrieb der Fähre ist wegen des zugefrorenen Wassers vorübergehend eingestellt.

Während und unmittelbar nach dem Schneefall haben einige Busse bis zu 30 Minuten Verspätung. Besonders betroffen sind beim Bus vor allem Linien, die größere Steigungen im Linienverlauf aufweisen: 638/639 nach Groß Glienicke, 693 im Bereich Brauhausberg, 694 im Bereich Babelsberg-Nord.

Zwar ist das deutlich höhere Fahrgastaufkommen sehr erfreulich, doch dies führt auch zu längeren Aufenthaltszeiten an Haltestellen, wodurch es ebenso zu Verspätungen kommt.

Um das Einfrieren der Oberleitungen zu verhindern, fahren in den gefährdeten Nächten Tatrabahnen, welche die Oberleitungen vom Schnee befreien. Weiterhin werden in solchen Fällen die Bereitschaftsdienste personell verstärkt, zum Teil auch mit Fremdkräften.

Alle wichtigen Weichen im Netz haben eine Weichenheizung, die zum Teil automatisch bei Frost anspringen oder zum Teil per Hand zugeschaltet werden. Weichenstörungen wegen eingefrorener Weichen hatte die ViP in diesem Winter noch nicht. Probleme gibt es nur mit zugefahrenen Weichen, die im Straßenbereich liegen, wie zum Beispiel von der Langen Brücke zum Hauptbahnhof und vor der Post. Auch hier werden die Bereitschaften verstärkt, versetzte Schichten gefahren und nachts der Schneepflug eingesetzt.

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