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"Roll-in" für die erste Variobahn in Potsdam

Potsdam, den 13.05.2011

Mit dem heutigen feierlichen "Roll-in" der ersten Variobahn des Herstellers Stadler Pankow GmbH ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Umstellung der Straßenbahnflotte der ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH auf Niederflurfahrzeuge absolviert worden. Es handelt sich um das erste von zehn Fahrzeugen, das die ViP 2009 bei Stadler bestellt hat.

Der ViP-Aufsichtsratsvorsitzende, Bürgermeister Burkhard Exner, sagte: "Mit der Anlieferung beginnt jetzt der spannende Endspurt im Beschaffungsprozess. Als Vertreter der Landeshauptstadt bin ich froh, dass wir insbesondere mobilitätseingeschränkten Fahrgästen und Familien mit Kindern künftig einen noch besseren Öffentlichen Personennahverkehr anbieten können."

Der Prokurist der ViP, Martin Grießner, sagte in Vertretung für den Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Paffhausen: "Die bisherige Zusammenarbeit mit Stadler Pankow gestaltete sich gut. Unsere zahlreichen Hinweise und Vorgaben wurden auf der Arbeitsebene gut umgesetzt, so dass gute Voraussetzungen geschaffen wurden, dass die Variobahn in Potsdam ein Erfolg werden kann. Die nächsten Meilensteine nehmen wir nun gemeinsam mit Stadler und der Technischen Aufsichtsbehörde in Angriff."

In den kommenden Wochen werden zahlreiche Tests der Variobahn auf dem ViP-Betriebshof sowie im Streckennetz erfolgen. Diese Testphase führen die Stadler Pankow GmbH und die ViP gemeinsam durch.

Zum Testprogramm zählen insbesondere die Bremsprüfungen, Messungen der Laufgüte und der Fahrdynamik jeweils mit den Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h. Um sicherzustellen, dass die Variobahn an keiner Stelle des Netzes, insbesondere nicht in den Kurven, Straßenbahnen der Gegenrichtung oder Bahnsteige berührt, wird die so genannte "Lichtraumprüfung" im Netz durchgeführt. Getestet werden auch das Abschleppen und Bergen sowie das Wiedereingleisen nach Entgleisung.

Eine Reihe von Tests betreffen die Elektronik, z.B. die "Dynamische Funktionsprüfung der Weichensteuerung", die Prüfung der Videoanlage, die in der Variobahn u.a. den Rückspiegel ersetzt, sowie ein Test der Fahrgastinformationsanlage und des Verkehrsdatenrekorders ("Fahrtenschreiber"). Lärmmessungen (innen und außen) komplettieren die Tests.

Im Anschluss an diese Testphase erfolgt die Abnahme des Fahrzeugs durch das vom Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft beauftragte Eisenbahn-Bundesamt als zuständiger Technischer Aufsichtsbehörde (TAB), welche für die Sommermonate geplant ist. Daran schließt sich dann die mehrwöchige Schulung des Fahr- und Werkstattpersonals der ViP an.

Im Rahmen eines "Tages der offenen Tür", der für den 17. September 2011 geplant ist, wird ein feierlicher "Roll-out" stattfinden. An diesem Tage soll das Fahrzeug der Öffentlichkeit im praktischen Einsatz vorgestellt werden. Außerdem soll dann der offizielle Einsatz im Linienverkehr beginnen.

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