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Stadtbeleuchtung: LED für die Brandenburger Straße

Potsdam, den 02.12.2016

Die Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH (SBP) hat ein Pilotprojekt in der Brandenburger Straße gestartet, bei dem die Natrium-Leuchtmittel durch sogenannte "Retrofit"-LED-Leuchtmittel ersetzt werden. Diese sind so konzipiert, dass sie in die vorhandenen Leuchtensockel passen, was die Umrüstung erleichtert.

Der Geschäftsführer der Stadtbeleuchtung, Jürgen Retzlaff, sagte: "Auf Grund der ökologischen Vorteile der LED-Beleuchtung und der kontinuierlichen, technischen Verbesserungen haben wir in den vergangenen drei Jahren unsere Aktivitäten in diesem Bereich erhöht. Wir haben in enger Zusammenarbeit mit dem für die Straßenbeleuchtung zuständigen Fachbereich der Landeshauptstadt Potsdam in diversen Pilotprojekten die unterschiedlichen LED-Varianten von verschiedenen Herstellern geprüft und Erfahrungen gesammelt. Vereinfachte Umrüstmöglichkeiten, wie die mit "Retrofit"-Leuchtmittel, haben dabei unter Einbezug der wirtschaftlichen Aspekte eine hohe Bedeutung."

Grundsätzliche Vorteile von LED-Straßenleuchten sind die hohe Energieeinsparung und die damit verbundene Reduzierung von Kohlendioxid-Emissionen. Subjektiv erscheint dabei das warm-weiße LED-Licht heller. Da keine Infrarotanteile im Licht emittiert werden, zieht die Beleuchtung deutlich weniger Insekten als die konventionelle Beleuchtung an. Außerdem führt die LED-Beleuchtung zu einer verbesserten Farbwiedergabe und einem optimaleren Kontrastverhältnis mit klareren Konturen. Bei LED-Leuchten gibt es keine Einschaltverzögerung, sie zeichnen sich durch eine lange Lebensdauer aus und sind danach kein Sondermüll.

In der Straßenbeleuchtung gibt es drei große Varianten, die bei einer Umrüstung zum Einsatz kommen können: Austausch der Leuchten, Montage von Umrüstsätzen oder der Leuchtmitteltausch. Wirtschaftlich tragfähig ist dies bei Neuanlagen oder beim Ersatz von verschlissenen Beleuchtungsanlagen. Trotz möglicher Fördermittel rechnet sich die Umrüstung eines funktionierenden Leuchtenbestandes derzeit noch nicht immer.

Bis Ende Oktober 2016 war ein direkter Vergleich zwischen der LED-Beleuchtung und der Natriumbeleuchtung in der Brandenburger Straße möglich, da die SBP einen Teilabschnitt bereits mit LED-Leuchtmitteln umgerüstet hatte, um die optischen Veränderungen aufzeigen zu können. Größere Reaktionen darauf gab es da noch nicht. Nach der Modernisierung sagt Jürgen Retzlaff: "Die Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich in der jetzt vollständig umgerüsteten Fußgängerzone Ihre persönliche Meinung zur Weiterentwicklung in der Straßenbeleuchtung zu bilden." Eine erste Zwischenbilanz möchte die SBP Ende Januar 2017 ziehen.

Beim "Retrofit"-Pilotprojekt musste eine Reihe von Rahmenbedingungen beachtet werden. Dazu zählen technische Bedingungen, wie Beleuchtungsstärke, Lichtfarbe, Lichtverteilung, Blendwirkung, Risiken beim Umbau der Leuchten, Feuchtigkeitsentwicklung im Betrieb, elektromagnetische Verträglichkeit und statische Belastbarkeit. Außerdem mussten die Beibehaltung des Versicherungsschutzes sowie die Zustimmung des Leuchtenherstellers und des Leuchtendesigners im Vorfeld geklärt werden. Die Zustimmung der in der Landeshauptstadt zuständigen diversen Fachbereiche wurde ebenfalls vor Projektbeginn eingeholt.

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