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Energie und Wasser Potsdam Kundenservice

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Bei uns trinkst du bleifrei!

Habe ich eine Bleileitung im Haus?

Bleifrei für deine Gesundheit

Sauberes Wasser vom Werk bis zum Wasserhahn

Es geht so einfach: Wasserhahn aufdrehen, Glas drunter, trinken! Das funktioniert aber nur, weil wir in Potsdam besonders gutes und sauberes Trinkwasser haben. Es liegt mit seiner Qualität sogar deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Natürlich sind wir uns bewusst, welche Verantwortung wir als Wasserlieferant für die Menschen in unserem Versorgungsgebiet tragen. Und selbstverständlich führen regelmäßige Tests zur Qualitätssicherung durch und lassen unser Wasser durch unabhängige Labore prüfen. Unsere Analysen zeigen: Der durchschnittliche Wert für Blei in unserem Wasser ist sehr niedrig. Er liegt bei unter einem Mikrogramm pro Liter.

Wo liegt das Problem mit Rohrleitungen aus Blei?

Du kannst unser Trinkwasser ohne Bedenken direkt aus der Leitung trinken. Das ist jedoch nicht überall selbstverständlich. In älteren Gebäuden mit Bleileitungen kann das Trinkwasser einen erhöhten Bleigehalt aufweisen. Und mit Blei im Trinkwasser ist nicht zu spaßen: Ein zu hoher Bleigehalt im Körper kann zu Verhaltensstörungen, Hyperaktivität und Beeinträchtigungen der Intelligenz führen. Besonders bei Schwangeren, Säuglingen und Kleinkindern sollte deshalb besonders aufmerksam darauf geachtet werden.

Aktuelle Bleigrenzwerte

  Grenzwerte
ab 01.12.2003 0,025 mg/l = 25 μg/l
seit 01.12.2013 0,010 mg/l = 10 μg/l
ab 12.01.2028 0,0050 mg/l = 5 μg/l

Wenn du in einem Haus wohnst, das nach 1973 errichtet wurde, kannst du ganz beruhigt das Wasser aus der Leitung trinken – seit dieser Zeit wurden keine Bleileitungen mehr verwendet. Bei Gebäuden, die vor 1973 gebaut wurden, kann es jedoch sein, dass das Wasser noch durch Bleileitungen fließt. Allerdings betrifft das längst nicht alle älteren Häuser. Auch früher kamen bereits andere Materialien wie Kupfer oder verzinkter Stahl zum Einsatz.

Wenn du dir nicht sicher bist, frag am besten deinen Hauseigentümer oder Verwalter. Sie sind für die Leitungen in deinem Haus verantwortlich.

Kannst du die Leitungsenden aus der Wand oder die Rohre bei dir im Keller sehen? Dann kannst du eine Bleileitung anhand der folgenden Merkmale leicht erkennen:

  • Die Verbindungen von Bleileitungen sind immer gestopft oder gelötet
  • Blei klingt beim Klopfen mit einem metallischen Gegenstad dumpf.
  • Blei ist vergleichsweise weich und lässt sich leicht einritzen (z. B. mit einem Schraubenzieher).
  • Bleileitungen sind in weiten Bögen verlegt, Winkelstücke gibt es nicht.

Die am 24.06.2023 in Kraft getretene, novellierte Trinkwasserverordnung sieht ab dem 12. Januar 2028 eine erneute Absenkung des Bleigrenzwertes von derzeit 0,010 mg/l auf dann 0,005 mg/l vor. Zudem sind Bleileitungen und auch Teilstücke bis zum 12. Januar 2026 zu entfernen oder stillzulegen.

Da auch kleinere Teilabschnitte aus Bleileitungen unter bestimmten Voraussetzungen zu hohen Bleigehalten im Wasser und folglich einer Grenzwertüberschreitung führen können, sind alle Bleileitungen und Teilstücke bis zum 12. Januar 2026 zu entfernen oder stillzulegen. Da die Zuständigkeit des Wasserversorgers an der Wasserzählarmatur endet, ist hier auch der Hauseigentümer oder Verwalter in der Pflicht etwaige Bleileitungen in der Hausinstallation bis zum Stichtag austauschen zu lassen.

Wurde bei dir ein zu hoher Bleigehalt im Trinkwasser festgestellt? Dann muss die Ursache dafür gefunden werden! Der erhöhte Wert kann an einer noch nicht ausgetauschten Blei‑Hausanschlussleitung oder an den Rohren und Armaturen im Gebäude selbst liegen. Um die Grenzwerte einzuhalten, müssen alle noch vorhandenen Bleileitungen ausgetauscht werden.

Möglicherweise noch vorhandene Hausanschlussleitungen aus Blei tauschen wir aus – und das nicht erst seit heute, sondern bereits seit vielen Jahren. Dies geschieht im Rahmen von Arbeiten an Trinkwasserhauptleitungen oder wenn wir Anschlüsse instand setzen.

Für die Hausinstallation ist dein Hauseigentümer oder Verwalter verantwortlich. Sprich ihn unbedingt darauf an, wenn in deinem Gebäude noch alte Leitungen vorhanden sind. Sollte der Austausch noch etwas dauern, kannst du den Bleigehalt im Trinkwasser vorübergehend reduzieren, indem du das Wasser vor dem Trinken oder Kochen so lange ablaufen lässt, bis es gleichmäßig kühl aus der Leitung fließt. Das Ablaufwasser kannst du zum Beispiel zum Waschen, Gießen oder Putzen verwenden.

Bitte beachte: Diese Maßnahme bietet keinen ausreichenden Schutz für Schwangere, Säuglinge oder Kleinkinder. Wenn du schwanger bist oder Säuglings‑ bzw. Kleinkindernahrung zubereiten möchtest, verwende kein Wasser, das durch Bleirohre geflossen ist. Nutze in diesem Fall besser Mineralwasser.

Wende dich bei gesundheitlichen Fragen auch direkt an das Gesundheitsamt Potsdam, Fachbereich Soziales und Gesundheit, Telefon (0331) 289‑2415. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt besteht die Möglichkeit, eine Analyse deines Trinkwassers durch ein zugelassenes Labor kostenpflichtig beauftragen zu lassen.

Außerdem erhältst du Infos:

  • in Verbraucherzentralen
  • in Mietervereinen
  • im Verband der Haus- und Grundbesitzer
  • bei Gesundheitsfragen: im zuständigen Gesundheitsamt sowie bei Ärzten, Hebammen und Ernährungsberatern
  • bei technischen Fragen: in Fachbetrieben des Sanitär- und Heizungshandwerks, in Wasserversorgungsunternehmen

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