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TRAM 96. Besser mobil.

Inhalt dieser Seite

Tram 96 - Mobilitätslösung für den Potsdamer Norden

Die geplante Erweiterung der Tram 96 ab Campus Jungfernsee ist die Antwort der ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH und der Landeshauptstadt Potsdam auf das Bevölkerungswachstum im Norden unserer Stadt.

Anbindung des Potsdamer Nordens

Potsdam wächst: Auf dem ehemaligen Kasernengelände in Krampnitz entsteht ein neues Stadtquartier für bis zu 10.000 Einwohner. Mit der Entwicklung von Krampnitz soll ein leistungsfähiges Nahverkehrskonzept geschaffen werden, um den Potsdamer Norden verkehrlich gut anzubinden.

Die Erweiterung der Tram 96 nach Neu Fahrland, Krampnitz und Fahrland ist ein Teil davon. Insgesamt soll das ÖPNV-Angebot eine attraktive Alternative zum PKW sein, um die Umwelt zu schonen und die vielbefahrenen Straßen Potsdams zu entlasten.

Zukunft auf Schienen – Vom Hauptbahnhof nach Krampnitz (-Fahrland) und zurück

Die Erweiterung der Tram 96 bietet den Bewohnern des Potsdamer Nordens eine echte Alternative zum Auto. Voraussichtlich ab 2032 gelangen Fahrgäste damit vom Hauptbahnhof bis nach Krampnitz und zurück – und das schnell, ökologisch und staufrei.

Ziel der Planung für die Erweiterung der Tram 96 ist die Schaffung eines attraktiven Nahverkehrsangebotes für eine größtmögliche Anzahl von Nutzern durch:

  • Haltestellen an Siedlungsschwerpunkten für eine gute Erschließung,
  • kurze Fahrzeiten und einen leistungsfähigen Betrieb dank geradliniger Streckenführung und eines eigenen zweigleisigen Bahnkörpers
  • sowie geringe Beeinträchtigung der B2, trotz notwendiger Querung der B2.

Über die Erweiterung der Tram 96

Planungsstand

Nach Abschluss der Dialog- und Vorplanungsphase haben die Planer nach Abwägung und Prüfung von alternativen Varianten und der Bewertung der eingebrachten Beiträge und Vorschläge aus dem Bürgerdialog eine Vorzugsvariante der Trassenführung entwickelt.

So ist der aktuelle Stand:

  • Die öffentliche Auslegung der Planungsunterlagen erfolgte im Mai/Juni 2024 für den BA0b und im September/Oktober 2024 für BA1 und BA2.
  • Das Projekt befindet sich aktuell in der Genehmigungsplanung, das heißt, es laufen die Planfeststellungsverfahren für die Bauabschnitte BA0b, BA1 und BA2.
  • Derzeit bearbeiten die Planer die im Verfahren eingegangenen Stellungnahmen und Einwendungen und bereiten die Einreichung der aktualisierten Planungsunterlagen beim Landesamt für Bauen und Verkehr vor.
  • Für den Bauabschnitt BA0a hat die Auschreibung der Ausführungsplanung begonnen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Variantenvergleich Trassenführung Neu Fahrland

Variantenvergleich Trassenführung des Ingenieurbüros PTV-Group

Übersicht über die aktuelle Zeitplanung

Stand Mai 2026

Bauabschnitt BA0

Der Bauabschnitt BA0

Der Bauabschnitt BA0 umfasst die beiden Teilprojekte Ausbau Gleisdreieck im Bereich Campus Fachhochschule/Kiepenheuerallee (BA0a) und den Einbau eines 2. Gleises in der Nedlitzer Str. (BA0b).

Gerade der zweigleisige Ausbau entlang der der Nedlitzer Straße ist wichtig, um bereits im Vorfeld der Streckenerweiterung nach Krampnitz und Fahrland die Leistungsfähigkeit der Tram bis zur zentralen Umstiegshaltestelle Campus Jungfernsee zu steigern.

Bauabschnitt BA0a kompakt:

  • Bereich Campus Fachhochschule/Kiepenheuerallee
  • Ausbau zum Gleisdreieck im Kreuzungsbereich Kiepenheuerallee/Georg-Hermann-Allee durch den Einbau eines neuen Gleises (Gleisbogen) mit zwei neuen Weichen
  • Bau einer barrierefreien Ersatzhaltestelle
  • Die Bestandsbäume bleiben erhalten und müssen nur leicht gestutzt werden, zudem werden Sie mit sogenannten Baumrosten geschützt

Bauabschnitt BA0b kompakt:

  • Abschnitt Nedlitzer Straße zwischen Georg-Hermann-Allee und Zum Exerzierhaus
  • zweites Gleis ca. 400 m
  • Verschiebung des Straßenraums nach Westen

Bauabschnitt BA1

Der Bauabschnitt BA1 verläuft vom südlichen Ende der der Nedlitzer Straße über die bisherige Haltestelle Campus Jungfernsee bis zur Wendeschleife Krampnitz West.

Entlang der Nedlitzer Straße entsteht für den weiterführenden Verkehr eine zusätzlich Tram-Haltestelle Campus Jungfernsee. Jenseits der Haltestelle Campus Jungfernsee beginnt der zweigleisige Streckenneubau (Bauabschnitt 1). Er folgt der Bundesstraße B2 in Richtung Norden.

Über den Sacrow-Paretzer-Kanal zur Insel Neu-Fahrland entsteht eine neue eigenständige Trambrücke. Sie verläuft östlich der bestehenden Brücke in der Flucht der früheren Straßenbrücke. Auf der Insel wird die Fahrbahn der Bundesstraße nach Westen verschoben, um östlich davon die Tramtrasse anzulegen. Für die Anwohner entsteht auf der Insel in zentraler Lage eine neue Haltestelle.

Nördlich der Insel wird direkt neben der bestehenden Straßenbrücke eine weitere neue Trambrücke errichtet. Anschließend verläuft die Tramtrasse weiter östlich neben der B2. Im weiteren Streckenverlauf entstehen die Haltestellen Heinrich-Heine-Weg und Bassewitz.

Nördlich des Knotens Gellertstraße/B2 ist die fahrbahngleiche Querung der B2 vorgesehen. Diese Querung wird mit einer Ampel signalisiert und liegt so, dass sie einen möglichst hohen Abstand zu den benachbarten Kreuzungen hat und der Verkehrsfluss somit nur kurzzeitig beeinflusst wird.

Die Trasse verläuft dann westlich der B2 bis zum Entwicklungsgebiet Krampnitz auf Höhe des Kasernenturms, wo der neue Stadtplatz Ost mit Haltstelle als Eingang zum neuen Quartier entsteht. Ab dem Stadtplatz Ost verläuft die Trasse weiter in Richtung Westen durch das Entwicklungsgebiet bis zur künftigen Wendeschschleife Krampnitz-West.

An den Haltestellen Krampnitzer Tor Ost und Krampnitz West erfolgt eine direkte Verknüpfung der Straßenbahn mit weiterführenden Buslinien in den Potsdamer Norden. Hierzu zählen insbesondere der Angebotsausbau in Richtung Groß Glienicke, Berlin-Spandau sowie des Bahnhofs Marquardt, wo eine Übergangsmöglichkeit zur Regionalbahn besteht. Die Fahrpläne werden im Sinne kurzer Umsteigezeiten aufeinander abgestimmt.

Bauabschnitt BA1 kompakt:

Wendeschleife Campus Jungfernsee bis Krampnitz-West

  • Zweigleisige Tram-Trasse von der bestehenden Wendeschleife bis zur Kreuzung Potsdamer Chaussee/Gellertstr. parallel zur B2 in östlicher Seitenlage, von dort in westlicher Seitenlage bis Krampnitz-Ost
  • Die Querung der Bundesstr. 2 erfolgt fahrbahngleich
  • In Krampnitz verläuft die Trasse in Mittellage des südlichen Alleenrings bis Krampnitz-West
  • Beibehaltung der Wendeschleife und der Umstiegsmöglichkeiten zum Bus an der Endhaltestelle Campus Jungfernsee, an der Nedlitzer Straße entsteht ein zusätzlicher Bahnsteig
  • Neubau zweier Brücken im Bereich Insel Neu Fahrland
  • 4,6 km Neubaustrecke
  • Es entstehen acht barrierefreie Haltestellen: Insel Neu Fahrland, Heinrich-Heine-Weg, Bassewitz, Hannoversche Straße, Krampnitzer Tor mit einer direkten Verknüpfung der Straßenbahn mit weiterführenden Buslinien in den Potsdamer Norden, Krampnitz-Mitte, Krampnitz West als vorläufige Endhaltestelle mit Wendeschleife und P+R-Anlage

Bauabschnitt BA2

Von Krampnitz-West nach Fahrland

Die Arbeiten für den Bauabschnitt 2 (BA2) beginnen im Anschluss an den Bauabschnitt 1 an der Wendeschleife Krampnitz.

Von dort aus verläuft die Trasse parallel zur Ketziner Straße in Richtung Westen, folgt in Fahrland der Gartenstraße bis zur Döberitzer Straße und darüber hinaus bis zur Regenbogenschule. Am Ende der Linie im Bereich der Regenbogenschule ist eine Wendeschleife mit Busverknüpfung geplant. Die zweigleisige Strecke hat eine Länge von ca. 2,6 Kilometern.

An der Haltestelle Fahrland Schule erfolgt eine direkte Verknüpfung der Straßenbahn mit weiterführenden Buslinien in den Potsdamer Norden. Hierzu zählen die Linien in Richtung Groß Glienicke, Berlin-Spandau sowie des Bahnhofs Marquardt, wo eine Übergangsmöglichkeit zur Regionalbahn besteht. Die Fahrpläne werden im Sinne kurzer Umsteigezeiten aufeinander abgestimmt sein.

Bauabschnitt BA2 kompakt:

  • Tram-Trasse von Krampnitz West bis Schule Fahrland
  • circa 2,6 Kilometer Strecke zweigleisiger Ausbau
  • Es entstehen neue Haltestellen: Eisbergstücke, Am Upstall, Endhaltestelle Fahrland Schule mit P+R-Anlage und B+R-Anlage

ViP-Ersatzstützpunkt Fahrland

Nahe der Endhaltestelle in Fahrland soll in einem dritten Teilprojekt ein Betriebsstützpunkt der ViP errichtet werden. Dieser dient der Abstellung von Bahnen und Bussen sowie für Kleinstreparaturen. Eine Umsetzung erfolgt mit der Realisierung des Teilprojektes 2.

Weitere Informationen zu den Bauabschnitten:

Flyer zum Projekt

Buskonzept für Krampnitz – und den ganzen Potsdamer Norden

Vor der Inbetriebnahme der Tram nach Krampnitz wird das neue Stadtquartier mit Bussen erschlossen.

Mit diesem Buskonzept wird bereits ein gut ausgebautes ÖPNV-Angebot geschaffen, mit dem Krampnitz sowohl an Potsdam als auch an das Umland angebunden wird. Bereits die ersten Einwohner sollen ein attraktives Angebot vorfinden, welches Schritt für Schritt erweitert wird.

Bis zur Erschließung von Krampnitz mit der Tram wird das neue Viertel bis zu 5.000 Einwohner beherbergen. Für die Entwicklung des Buskonzepts wurde der gesamte Potsdamer Norden betrachtet und ein Fokus auch auf die Verbindungen ins Umland gelegt. In Abstimmung mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, den ÖPNV-Aufgabenträgern von Berlin und vom Landkreis Havelland sowie den Verkehrsunternehmen BVG und Havelbus konnte ein integriertes Konzept erarbeitet werden.

1. Stufe des Buskonzepts für Krampnitz und den Potsdamer Norden

Mit der Eröffnung von Krampnitz startete die 1. Stufe des Buskonzepts für Krampnitz und den Potsdamer Norden. Damit bieten sich den Einwohnern schon heute attraktive Fahrtmöglichkeiten in Richtung Campus Jungfernsee und weiter mit der Tram in die Potsdamer Innenstadt, eine direkte Verbindung zum Bahnhof Berlin-Spandau, wo zur S-Bahn, U-Bahn, zum Regionalverkehr und zu Fernzügen umgestiegen werden kann.

Zudem gibt es direkte Verbindungen nach Falkensee, nach Sacrow und Kladow sowie nach Elstal und zum Bahnhof Marquardt. Dort wurde bereits im Dezember 2022 die „Mobilitätsdrehscheibe“ mit neuen Bushaltestellen sowie einer P+R-Anlage in Betrieb genommen und wird von den Buslinie Buslinien 609 und 619 mit Anschlüssen zu den Regionalbahnen bedient. Damit sind Fahrland und Krampnitz direkt an die Regionalbahnlinien 20 und 21 (Berlin-Gesundbrunnen – Berlin-Spandau – Wustermark – Potsdam und Oranienburg – Hennigsdorf - Potsdam) angebunden.

2. Stufe Buskonzept - Schneller und direkter im Korridor Groß Glienicke/Berlin

Zur weiteren Aufwertung des Busangebots von Potsdam nach Berlin soll mit steigender Einwohnerzahl eine Expressbuslinie X35 eingeführt werden, mit der es im 20-Minuten-Takt auf direktem Weg zum Bahnhof Berlin-Spandau (S+U Rathaus Spandau) geht. Die Buslinie 638 übernimmt weiterhin die Erschließung des südlichen Bereichs von Groß Glienicke und wird neu nach Kladow geführt. Sowohl zum Expressbus X35 als auch zu den zahlreichen Buslinien in Kladow (zum Beispiel in Richtung Berlin City West) bestehen Übergangsmöglichkeiten.

Maßnahmen für einen reibungslosen Betrieb

Als Grundlage und als Ergänzung für die geplanten Erweiterungen im Busangebot sind unter anderem folgende Maßnahmen in Planung oder Umsetzung:

  • Einführung von Zusatzfahrten auf der Tram 96, um Anschlüsse am Campus Jungfernsee für die zusätzlichen Busverkehre zu gewährleisten
  • Vorrangschaltungen an Ampeln
  • Schaffung einer Busspur an der B2 im Zulauf auf Krampnitz (aus Richtung Groß Glienicke)
  • Erweiterung der Bus-Anlagen am Campus Jungfernsee (Schaffung weiterer Betriebshalte / Pausenplätze), Umsetzung Sommer 2026
  • Anpassung / Ausweitung des Busverkehrs zum Beispiel im Schülerverkehr bei Bedarf

Weitere Informationen finden Sie hier:

Broschüre

Liniennetzplan Buskonzept Krampnitz

Visualisierung Bereich Südbrücke, möglicher Endzustand
Visualisierung Nedlitzer Straße, möglicher Endzustand

Hinweis: Diese Seite ist noch in der Entwicklung.

Weitere Informationen folgen!