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Aktuelles zur Energieversorgung

Versorgungssicherheit in Potsdam

Wichtige Informationen zur aktuellen Krise auf dem Energiemarkt

Die Energieversorgung in Potsdam ist aktuell gesichert

Aufgrund des Ukraine-Krieges und seiner Auswirkungen wird Gas gegenwärtig offiziell als knappes Gut eingestuft.

Zweifellos führt diese Situation zu vielen Fragen bei unseren Kundinnen und Kunden. Nicht alle können wir schon beantworten. Aber sicher ist: die Energieversorgung in Potsdam ist gegenwärtig gesichert. Im Fall einer Gasmangellage zählen private Haushalte wie auch soziale Einrichtungen und Krankenhäuser zu den geschützten Kunden und dürfen nicht abgeschaltet werden.

Sollte die Notfallstufe 3 des Notfallplans Gas ausgerufen werden, wird die Bundesnetzagentur (BNetzA) darüber entscheiden, welche abschaltbaren Verbraucher wann vom Netz genommen werden. Darauf hat dann die EWP keinen Einfluss. Wir stehen aber mit Kunden, die betroffen sein könnten, bereits im Austausch.

Oberstes Ziel der Bundesregierung ist es gegenwärtig, die Gasspeicher für den Winter zu füllen. Dafür sind zwei Dinge besonders wichtig:

  • Gas wird gegenwärtig aus vielen anderen als russischen Quellen eingekauft. Das führt aber dazu, dass das Marktpreisniveau deutlich gestiegen ist. Der Chef der BNetzA geht davon aus, dass Verbraucher mit mindestens 2-3-fach höheren Energiepreisen als 2021 zu rechnen haben.
  • Die Verbraucher sollen deshalb auch einen Beitrag für den Winter liefern, indem sie jetzt bereits Gas und Energie sparen.

Wir möchten Ihnen in dieser schwierigen Situation partnerschaftlich zur Seite stehen und Ihnen – soweit möglich – Antworten auf Ihre Fragen geben.

Dezember-Soforthilfe

Finanzielle Unterstützung

Die aktuelle Gaspreiskrise führt zu teilweise enormen finanziellen Belastungen für Gas- und Wärmekunden. Um diese Belastungen etwas zu dämpfen, hat die Bundesregierung verschiedene finanzielle Entlastungen geplant und bereits auch schon umgesetzt:

  • Energiegeld in Höhe von 300 Euro für Arbeitnehmer*innen
  • Mehrwertsteuersenkung auf Gas von 19 auf 7 Prozent
  • Energiegeld für Rentner*innen sowie Studierende in Höhe von 300 Euro
  • Dezember-Soforthilfe
  • Gas-, Strom- und Wärmepreisdeckel (in Planung)

Energie runter – Bonus rauf

Energiesparen ist weiterhin der beste Weg zur Einsparung von Kosten. Die EWP legt dafür noch einen Bonus obendrauf. Sparen Sie Energie und wir belohnen Sie zusätzlich mit einem Bonus von bis zu 200 Euro.

Die Dezember-Soforthilfe

Für den Monat Dezember 2022 wurde eine einfache und pragmatische Entlastungsmaßnahmen für Gas- und Fernwärmekunden beschlossen: Sie sollen von ihren Abschlagszahlungen für den Monat Dezember freigestellt werden.

Hier die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:

Wir geben den Dezember-Soforthilfe selbstverständlich an unseren Kunden weiter. Sie muss nicht beantragt werden. Die Umsetzung hängt von der Zahlungsweise ab:

  • Bei Sepa-Lastschriftverfahren / Einzugsermächtigung:
    Wir buchen Ihren Abschlag für Dezember nicht ab. Das passiert automatisch. Sie müssen hier nichts weiter tun.
  • Bei Dauerauftrag:
    Bitte den Dauerauftrag „pausieren“ bzw. für Dezember aussetzen. Falls dies nicht möglich ist und Sie den Dezemberabschlag dennoch gezahlt haben. erhalten Sie den Betrag als Gutschrift auf Ihre Jahresverbrauchsabrechnung.
  • Bei eigenständiger Überweisung:
    Bitte tätigen Sie im Dezember keine Abschlagszahlung für Gas oder Fernwärme.

Was muss ich jetzt tun? – Hier in der Übersicht.

Was muss ich für die Dezember-Soforthilfe tun? – Antworten in der Übersicht, © BDEW
Dezember-Soforthilfe: Was muss ich als Kunde tun?, © BDEW

Mieterinnen und Mieter sollen die Dezember-Entlastung mit der nächsten jährlichen Heizkostenabrechnung/Nebenkostenabrechnung durch den Vermieter erhalten. Vermieter haben ein Jahr Zeit, um die Abrechnung zu erstellen und vorzulegen, müssen aber schon in diesem Dezember über die geschätzte Gutschrift informieren. Somit wird bei den meisten Mietern erst im Rahmen der Nebenkostenabrechnung oder im Laufe des Jahres 2023 die Soforthilfe wirken.

Die Entlastung des Vermieters wird an die Mieter mit der Betriebskostenabrechnung für 2022 weitergegeben. Damit wird der Anstieg der Heizkosten gedämpft und die Mieter*innen profitieren von der Entlastung zu dem Zeitpunkt, wo sie besonders intensiv belastet werden.

Vermieter*innen sind verpflichtet, die Mieter*innen bereits im Dezember über die geschätzte Höhe der Gutschrift zu informieren. In der Jahresabrechnung wird dann der individuelle Betrag ausgewiesen.

Aktuell ist ein Strompreisdeckel im Gespräch. Genaueres können wir als Energieversorger noch nicht sagen, denn das Gesetzgebungsverfahren soll erst am 16.12.2022 starten. Neue Informationen finden Sie immer aktuell auf unserer Website.

Begünstigte sind Haushalts- und Kleingewerbekunden (Standardlastprofilkunden-SLP) sowie Kunden mit registrierender Leistungsmessung (RLM), sofern ihr Verbrauch unter 1,5 Mio. kWh/Jahr liegt. Zusätzlich begünstigt sind Kunden wie die Wohnungswirtschaft, Pflege-/Vorsorge- und Reha-Einrichtungen (aber keine Krankenhäuser) sowie Bildungs- und Wissenschafts­einrichtungen unabhängig von ihrem Jahresverbrauch.

Folgende Personen, Unternehmen oder Einrichtung haben eine Berechtigung auf die Soforthilfe*:

  • Haushaltskunden
  • Kunde der Wohnungswirtschaft, die Soforthilfe an die Mieter im Rahmen der Heizkostenabrechnung weitergeben müssen
  • Überwiegender Erdgasbezug zur Wohnraumvermietung / WEG
  • Zugelassene Pflege, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung sowie Kindertagesstätten und andere Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Reha, Behindertenwerkstätte, Leistungserbringer der Eingliederungshilfe
  • staatlich (anerkannte) Einrichtungen der Bildung, Wissenschaft und Forschung wie Schulen und Universitäten
  • Bildungseinrichtungen der Selbstverwaltung der Wirtschaft in der Rechtsform von Körperschaften des öffentlichen Rechts oder als eingetragener Verein
  • sonstige RLM-Kunden mit bis zu 1,5 Mio. kWh/Jahresverbrauch
Wichtig für RLM-Kunden: Bitte teilen Sie Ihrem Erdgaslieferanten bis zum 31.12.2022 mit, dass Sie anspruchsberechtigt sind.

* Spätestens mit der nächsten Rechnung, die den Gasverbrauch von Dezember 2022 umfasst, wird die Soforthilfe als Entlastung ausgewiesen.

Für Haushalts- und Kleingewerbekunden (Standardlastprofilkunden) wird zunächst im Dezember 2022 ihr Abschlag entfallen. Bemessungsgrundlage für die tatsächliche Entlastung ist ein prognostizierter Jahresverbrauch vom September, der durch 12 geteilt wird und mit dem aktuell am 1. Dezember 2022 geltenden Arbeitspreis multipliziert wird. In der folgenden Jahresverbrauchsabrechnung wird dieser prognostizierte Jahresverbrauch dargestellt und mit dem erlassenen Abschlag verrechnet. Kosten, die dann von der staatlichen Hilfe nicht abgedeckt oder im Dezember zu viel erstattet wurden, sind dann wieder Teil der Jahresrechnung.

Bemessungsgrundlage für RLM-Kunden ist ein prognostizierter Jahresverbrauch der Monate November 2021 – Oktober 2022. Dieser wird ebenfalls durch 12 geteilt und mit dem aktuell am 01. Dezember 2022 geltenden Arbeitspreis multipliziert. Der entsprechende Entlastungsbetrag wird der folgenden Januar 2023-Monatsrechnung gutgeschrieben. RLM-Gaskunden müssen uns bis zum 31. Dezember 2022 ihre Berechtigung nachweisen. Einen entsprechenden Antrag haben wir hier hinterlegt.

PDF: Antrag für antragsberechtigte RLM-Kunden gemäß § 2 EWSG*

Bemessungsgrundlage der Entlastung für Fernwärmekunden ist der September 2022-Abschlag + 20%. Die Kund*innen, die zum Dezember ihre Jahresverbrauchsabrechnung bekommen, erhalten den Dezemberabschlag als Gutschrift innerhalb der Rechnung. Kund*innen, die später abgerechnet werden, erhalten den Betrag auf das jeweilige Konto ausgezahlt.

Geplante Energiepreisdeckel

Geplante Gas-, Strom- und Wärmepreisbremse (-preisdeckel) – Stufe 2

Die Entlastung - insbesondere der hohen Gaskosten - erfolgt in zwei Stufen:

  • In der ersten Stufe wird mit der Dezember-Soforthilfe noch in diesem Jahr etwa ein Zwölftel der Jahresrechnung durch den Staat übernommen.
  • In der zweiten Stufe greift dann die Gaspreisbremse. Hier wird der von Ihnen zu zahlende Gaspreis für 80 Prozent Ihres Verbrauchs bei 12 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt.

Das heißt, dass Kund*innen für 80 Prozent ihres Verbrauchs aus dem letzten Jahr höchstens 12 Cent/kWh bezahlen, eine eventuelle Differenz zahlt der Staat an ihren Energieversorger. Lediglich für die darüberhinausgehende Mengen müssen die Kund*innen den kompletten Gaspreis ihres Tarifs zahlen. Damit möchte die Bundesregierung Anreize zum Gassparen setzen. Die Deckelung der Gaspreise soll bis 30. April 2024 gelten.

Die konkrete Ausgestaltung der Gaspreisbremse für 2023 erfolgt noch in einem Gesetz, das Ende Dezember 2022 in Kraft treten wird. Geplant sind außerdem Preisdeckel für Strom und Fernwärme, bei der die konkrete Berechnung und Gültigkeit noch nicht bekannt sind.

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Fragen und Antworten

Notfallplan Gas erklärt

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Vertrauensvolle Hilfe

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