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Bademeister oder Schwimmmeister - Was ist hier richtig?

Potsdam, den 28.09.2011

Keine der oben genannten und oft von den Badegästen verwendeten Bezeichnungen ist die richtige. Die korrekte Berufsbezeichnung heißt Fachangestellte/r für Bäderbetriebe. Doch nicht nur die Bezeichnung ist etwas Besonderes, auch die Ausbildung selbst und die Arbeitsgebiete sind vielfältig und anspruchsvoll. Um dies genauer zu erkunden, besuchten am 21. und 28.09.2011 jeweils drei Ketziner Schüler/innen der 9. Klasse aus der Theodor-Fontane-Gesamtschule das Kiezbad Am Stern der Bäderlandschaft Potsdam GmbH.

Der Beruf des Fachangestellten für Bäderbetriebe ist dadurch gekennzeichnet, dass man immer mit dem Element Wasser zu tun hat. Die Aufgaben sind jedoch sehr vielfältig und ganz unterschiedlicher Art. Einerseits gehören natürlich die Wasseraufsicht mit Lebensrettung und damit verbunden die Erste Hilfe sowie die Beseitigung von Gefahrenquellen zu den Hauptaufgaben in einem Bad. Als Fachangestellte/r für Bäderbetriebe ist man für die Sicherheit und das Wohlbefinden der Badegäste verantwortlich. Andererseits sind Kenntnisse in vielen weiteren Bereichen gefordert. So muss man sich z. B. in den rechtlichen Vorschriften auskennen, die Verwaltung eines Bades übernehmen, für dessen Sauberkeit sorgen und die Funktion aller technischen Anlagen überwachen. Des Weiteren gibt man Schwimmkurse für Kinder und Erwachsene und übernimmt die Kinderanimation z. B. bei Geburtstagen.

Deutschlandweit gibt es nur fünf bis sechs Schulen, die diesen Beruf ausbilden. Bei der Bäderlandschaft Potsdam GmbH wird die praktische Ausbildung in den betriebseigenen Schwimmhallen und Strandbädern durchgeführt, die Theorie hingegen wird in der Berufsschule des Bildungsinstituts für Bäderbetriebe in Wittenberg gelehrt und außerdem kommt noch die überbetriebliche Ausbildung hinzu. Meist wird der Wechsel zwischen Theorie und Praxis so organisiert, dass die Auszubildenden einen Monat in der Berufsschule sind und dann ca. zwei Monate in den Bädern eingesetzt werden. Die Gesamtausbildungsdauer beträgt drei Jahre und schließt zwei überbetriebliche Weiterbildungen mit ein. Inbegriffen ist ebenso das Rettungsschwimmerabzeichen in Silber. Täglich einmal ins Wasser ist Pflicht und Spaß zugleich für jede/n angehende/n Fachangestellte/n für Bäderbetriebe. Diese anspruchsvolle Ausbildung eignet sich für Jugendliche, die sich im und am Wasser wohl fühlen, sportlich sind, denen der Umgang mit Menschen Freude bereitet und die technisches Interesse oder zumindest Verständnis haben.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung stehen verschiedene Weiterbildungen und damit auch Einsatzgebiete zur Auswahl: Kursleiter/in für Baby- und Schwangerenschwimmen, Aquafitnesstrainer/in oder auch ein Studium zum Meister für Bäderbetriebe und somit der mögliche spätere Einsatz als Badleiter/in. Zu den Einsatzorten gehören nicht nur Schwimmhallen und Strandbäder, sondern auch große Thermen und Erlebnisbäder sowie medizinische Badeeinrichtungen in Krankenhäusern und Rehabilitationsstätten.

Vielleicht ist ja das Kiezbad Am Stern in Potsdam, welches nach zwei Renovierungen auf dem neuesten Stand der Technik ist, der zukünftige Arbeitsort für angehende Fachangestellte für Bäderbetriebe. Fazit der Ketziner Jugendlichen nach eineinhalb Stunden Besichtigung und Interview eines Fachangestellten für Bäderbetriebe: Sie waren überrascht, dass im Schwimmbad zu arbeiten nicht einfach nur bedeutet, Wasser rein- und rauszulassen und zu schauen, dass niemand untergeht, sondern dass viel mehr Technik und Arbeit dahinter steckt. Damit sich viele Jugendliche über dieses vielseitige Berufsbild informieren können, erstellen die Ketziner Schüler/innen zu diesem Beruf einen Eintrag auf der Webseite www.ketzin.praxis-trio.de.

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