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Energiepreise: Steigende Kosten für den Einkauf von Strom und Erdgas

Potsdam, den 06.11.2018

Die Energie und Wasser Potsdam (EWP) wird ihre Strom-, Erdgas- und Fernwärmepreise zum 01. Januar 2019 anheben. Auslöser für diesen Schritt sind vor allem die stark gestiegenen Großhandelspreise an den Energiebörsen.

Die deutlich gestiegenen Einkaufskosten bekommt die EWP nicht vollständig mit den bestehenden Konditionen abgedeckt. Gedämpft wird der Anstieg durch die leicht gesunkene EEG-Umlage beim Strom und nicht zuletzt durch die vorausschauende Beschaffungsstrategie des EWP Energieeinkaufs.

Für Potsdam produziert die EWP Strom bereits seit über 20 Jahren CO2-schonend im Heizkraftwerk Potsdam Süd. In diesem wird aus Erdgas mit einem Wirkungsgrad von rund 90 Prozent sehr effizient Strom und Fernwärme produziert. Dabei wird ca. 75 Prozent weniger CO2 emittiert als bei einem vergleichbaren Kohlekraftwerk. Das ist gut fürs Klima und das schon seit dem Jahr 1995. In den vergangenen 12 Monaten ist der Einkaufspreis an den Großhandelsmärkten für Erdgas um über 50 Prozent gestiegen. Gleiches ist am Großhandelsmarkt für Strom zu beobachten gewesen. Die Preise für CO2- sowie Ökostrom- Zertifikate schnellten ebenfalls 2018 in die Höhe.

Allein Steuern und Umlagen machen 54 Prozent des Arbeitspreises beim Strom aus. Weitere 19 Prozent sind für die Netzentgelte fällig und nur 27 Prozent der Kosten kann die EWP selbst beeinflussen. Die Netzentgelte im Strom bleiben stabil. Im Gasnetz steigen die Entgelte leicht um 0,038 Cent/kWh an. Eine leichte Entlastung kommt aus dem Kostenblock der Steuern, Umlagen und Abgaben. Hier stieg zwar die Offshore-Netzumlage an, jedoch reduzierte sich dafür die EEG-Umlage, so dass es hier in Summe zu einer Reduzierung der staatlichen Umlagen von 0,144 Cent/kWh kommt.

Die guten Nachrichten:

Die verbrauchsunabhängigen Grundpreise für Strom, Erdgas und Fernwärme bleiben stabil. Wer Energie einspart, wird dafür voll belohnt.

Beim Stromeinkauf verfolgt die EWP eine vorausschauende Einkaufsstrategie. Bedenkt man, dass in diesem Jahr allein die Strompreise an der Leipziger Börse um 2 Cent/kWh gestiegen sind, so steht die EWP mit einer Steigerung von 0,52 Cent/kWh (EWP Strom fix12) bis 0,86 Cent/kWh (Grundversorgung) ganz gut da. Ab der kommenden Woche wird die EWP beginnen, Ihre Kunden über die bevorstehende Preisanpassung schriftlich zu informieren. EWP-Geschäftsführer Ulf Altmann: „Als Potsdamer Unternehmen sind wir für unsere Kunden da. Transparenz und Offenheit sind uns wichtig.“

Was bedeutet die Preisanpassung im Einzelnen:

Strom:

Der Arbeitspreis für die Grundversorgung EWP Ström flex wird um 0,859 Cent/kWh von 29,044 Cent/kWh auf 29,903 Cent/kWh angehoben. Für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 2.400 kWh pro Jahr erhöhen sich die monatlichen Stromkosten um 1,72 Euro. Dies ist eine Mehrbelastung von 2,7 Prozent.

Erdgas:

Der Arbeitspreis für die Grundversorgung wird für alle 3 Mengenzonen einheitlich um 0,770 Cent/kWh erhöht. Ein Haushalt mit Gasetagenheizung mit einem jährlichen Verbrauch von 10.000 kWh pro Jahr muss mit Mehrkosten in Höhe von 6,42 Euro pro Monat rechnen. Eine Mehrbelastung von 11,4 Prozent. Ein Einfamilienhaus mit einem jährlichen Verbrauch von 25.000 kWh pro Jahr muss mit Mehrkosten in Höhe von 16,04 Euro pro Monat rechnen. Dies ist eine Mehrbelastung von 12,8 Prozent.

Fernwärme:

Der Arbeitspreis für private Fernwärmekunden wird um 6,414 Euro/MWh erhöht. Für die ca. 650 Kunden mit einem Verbrauch von durchschnittlich 18.000 kWh/Jahr bedeutet dies Mehrkosten in Höhe von 9,62 € pro Monat. Dies ist eine Mehrbelastung von rund 7 Prozent. Mieter der Potsdamer Wohnungsgesellschaften im Arbeitskreis „StadtSpuren“ und weitere Kunden, die einen Vertrag mit einem Festpreis bis zum 31.12.2019 oder darüber hinaus geschlossen haben, sind davon nicht betroffen.

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