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Wie bleibt die Tram vandalismusfrei?

Potsdam, den 08.09.2009

Mit der Aktion "Mehr Service für Potsdam - sauber, sicher, lebenswert." wurden im Jahr 2008 alle Maßnahmen gebündelt, die die Qualität der ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH verbessert haben. Dazu gehören die Fahrgastbegleitung im Spät- und Nachtverkehr, die verstärkte Reinigung der Fahrzeuge und Haltestellen, die Folienbeschichtung von Fahrzeugen sowie Deeskalations- und Fahrsicherheitstrainings für Tram- und Busfahrer.

Im gleichen Rahmen wurde im Herbst 2008 auch das heute vorgestellte, gemeinsame Pilotprojekt mit Schülern der Käthe-Kollwitz-Oberschule zum Thema "Jugend und Vandalismus" gestartet. Dessen Ergebnis, ein "Rollendes Klassenzimmer" in Form einer speziell gestalteten Tram, gehört ab sofort zum Potsdamer Straßenbild.

"Was ich selbst geschaffen habe, das zerstöre ich auch nicht." Das ist die Grundidee des Projektes. Erarbeitet wurde es in Zusammenarbeit mit dem PROFFITI e.V., einem Verein zur Förderung von Jugendkultur, -bildung und -beratung. Die Koordination erfolgte durch den Schulsozialarbeiter. In den Herbstferien 2008 wurden in der Käthe-Kollwitz-Oberschule Workshops durchgeführt. Sie dienten der Ideensammlung zur künftigen Gestaltung der Straßenbahn, außerdem wurden Gründe von Vandalismus in Bus und Bahn erörtert und mögliche Lösungsansätze gegen Vandalismus diskutiert. Gemeinsam stellten sich alle die Frage: "Wie bleibt die Tram vandalismusfrei?"

Die erarbeiteten Motive und Zitate wurden Anfang Juli 2009 an mehreren Tagen in der Größe einer realen Straßenbahn auf eine Lärmschutzwand aufgebracht, die der Fachbereich Grün- und Verkehrsflächen der Landeshauptstadt Potsdam zur Verfügung gestellt und reinigen lassen hat. Von dort wurden sie auf Folien übertragen, die nun auf der Tatra-Bahn mit der Wagennummer 162 für Aufmerksamkeit sorgen werden.

Oberbürgermeister Jann Jakobs lobte bei der Vorstellung: "Die Einbeziehung von Schülerinnen und Schülern hat gezeigt, dass Potsdamer Jugendlichen das Erscheinungsbild ihrer Stadt nicht gleichgültig ist. Ich bitte alle Potsdamer Schulen, sich noch intensiver mit dem Thema Vandalismus auseinanderzusetzen und von der Tram als rollendem Klassenzimmer und von den Erfahrungen der Kollwitz-Oberschüler regen Gebrauch zu machen."

ViP-Geschäftsführer Martin Weis: "Unser Ziel war es, durch die Einbeziehung der Jugendlichen ein gesteigertes Bewusstsein im Umgang mit Vandalismus zu erzeugen. Sie sollen sich in dem Projekt wiederfinden können und dadurch als Multiplikatoren agieren und das Projekt bei Ihren Mitschülern und Freunden etablieren."

Die Schülerinnen und Schüler der Käthe Kollwitz-Oberschule möchten mit dem Projekt ein Zeichen setzen. "Wir möchten eine schöne Straßenbahn, die nicht zerkratzte Fensterscheiben und verschmierte Sitze hat. Sie soll aber auch nicht langweilig sein und etwas darstellen. Schaut Euch die Bahn mal richtig an und denkt auch über die Inhalte nach, bevor ihr das nächste Mal den Stift ansetzt!"

Feliks Aleksander vom PROFFITI e.V. erläuterte: "Graffiti sind ein Ausdrucksmittel, das die Jugend selbst nutzt und versteht und somit ein sehr gutes Transportmittel für die eigenen Anliegen. Ein sehr gutes Transportmittel ist auch die Straßenbahn, die im ganzen Stadtgebiet unterwegs ist. Somit lag die Idee letztlich nahe. In dem Workshop konnten die Schüler und Schülerinnen, die sich auch selbst mit Graffiti beschäftigen, ihrer Passion nachgehen. Hier lernten sie aber auch die Grenze zur Illegalität kennen, indem sie sich über die Folgen von Sachbeschädigung informierten."

Noch fehlt dieser Straßenbahn ein guter Name. Der Oberbürgermeister rief daher alle Potsdamer Schulen auf, sich für ihr rollendes Klassenzimmer einen Namen zu überlegen. Eine Jury, bestehend aus Vertretern der ViP GmbH, der Landeshauptstadt Potsdam, der Käthe-Kollwitz-Oberschule und des PROFFITI e.V. werden unter den Einsendern den Gewinner ermitteln, auf den dann eine Überraschung wartet, die aber noch nicht verraten wird.

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